Plastikpiraten

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Erste Ergebnisse 2016

Plastikpiraten - erste Ergebnisse

Insgesamt haben 182 Schulen und Organisationen ihre Daten eingereicht. Mehr als 2.500 Plastikpiraten aus allen 16 Bundesländern haben 2016 bei der Citizen-Science-Aktion mitgemacht und Proben genommen. Hier könnt ihr sehen, in welchen Bundesländern und an welchen Flüssen die meisten Gruppen aktiv waren.



Insgesamt wurden mehr als 5.000 einzelne Müllobjekte am Flussufer untersucht und verschiedenen Kategorien zugeordnet. Plastik ist das meistgefundene Material, gefolgt von Glas und Zigarettenstummeln. Dies ist jedoch nicht an allen Orten der Fall, es gibt auch Ausnahmen:


Viele der Schulen und Organisationen haben bei der Untersuchung am Flussufer gefährliches Material – wie beispielsweise Glasscherben, scharfe Metallgegenstände und benutzte Hygieneartikel – gefunden. Auch einige sehr große und außergewöhnliche Gegenstände gehörten zu den Fundstücken.

Nicht nur am Ufer, auch im Fluss wurde Müll gefunden: Beinahe die Hälfte aller Gruppen (45 Prozent) berichtet, dass sie Mikroplastik in ihren Netzen hatten. Derzeit untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kieler Forschungswerkstatt diese Proben, um den genauen Mikroplastik-Gehalt festzustellen.

Als eine der Hauptquellen für Müll wurden von vielen Schulen und Organisationen die Besucherinnen und Besucher des Flussufers identifiziert. Häufig wurde Müll an den Ufern unsachgemäß entsorgt, aber viele Flüsse haben treibende Gegenstände auch selbst transportiert und an den untersuchten Ufern abgelagert. Die Beobachtungen der Gruppen zu den Müllfunden variieren – möglicherweise wetterbedingt. Denn als großes Problem während der Probennahmen in 2016 wurde oft das schlechte Wetter während des Aktionszeitraums genannt.

Wir hoffen auf besseres Wetter für die zweite Runde der Citizen-Science-Aktion vom 1. Mai bis zum 30. Juni! Und auf noch mehr begeisterte Plastikpiraten, die zusammen mit uns untersuchen werden, ob und wie sich das Müllvorkommen an und in den Flüssen ihrer Heimatorte mit der Jahreszeit ändert.


Habt ihr Fragen zur Datenauswertung? Schreibt Alice Nauendorf von der Kieler Forschungswerkstatt unter plastikpiraten(at)forschungs-werkstatt.de.