Zum Wissenschaftsjahr 2018
  Di, 21.3.2017

„Die Explosion von Ritter-Island – Was wir aus einer Naturkatastrophe im 19. Jahrhundert lernen können“

In seinem Vortrag stellt Prof. Dr. Christian Berndt vom GEOMAR den aktuellen Wissenstand über große vulkanische Hangrutschungen vor und erklärt am Beispiel einer Expedition nach Ritter-Island die Methoden, mit der das Thema erforscht wird.

Auf einen Blick

Wo:

Wischhofstraße 1-3
24148 Kiel

Wann:

Di, 21.3.2017 | 10 Uhr - 11 Uhr
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Kontakt:

GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Herr Jan Steffen

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Zusatzinfos:

Behindertengerecht:

Ja

Kategorie:

  • Vortrag

Für wen:

  • Alle

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Sonstiges:

Der Eintritt ist frei.

In den frühen Morgenstunden des 13. März 1888 explodierte eine nach dem deutschen Geographen Carl Ritter benannte Vulkaninsel in der Bismarcksee. Ein großer Teil des fast 800 Meter hohen Vulkankegels rutschte dabei ins Meer und löste einen etwa 12 Meter hohen Tsunami aus. Er traf die benachbarten Inseln und die Küsten Neuguineas, wobei vermutlich 3000 Menschen ums Leben kamen. Es war die größte bekannte Rutschung einer Vulkaninsel in historischer Zeit.

Im November 2016 führte eine Expedition unter Leitung von Prof. Dr. Christian Berndt vom GEOMAR das deutsche Forschungsschiff SONNE in die Bismarcksee nach Ritter-Island. Mit modernster Technik haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Bord die Überreste der Vulkaninsel unter und über Wasser vermessen. Ziel war es, die Dynamik besser zu verstehen, mit der Vulkaninseln ins Meer rutschen. Die Ergebnisse sollen helfen, das Gefahrenpotenzial anderer Vulkaninseln wie zum Beispiel der Kanaren oder des Hawaii-Archipels besser einschätzen zu können.

In seinem Vortrag „Die Explosion von Ritter-Island – was wir aus einer Naturkatastrophe im 19. Jahrhundert lernen können“ stellt Prof. Dr. Christian Berndt zunächst den aktuellen Wissenstand über große vulkanische Hangrutschungen weltweit und die möglichen Auswirkungen vor. Am Beispiel der Expedition nach Ritter-Island erklärt er die Methoden, mit der die Wissenschaft Spuren vergangenen Katastrophen untersucht, um noch mehr über diese Naturereignisse zu erfahren.

Zeit: Dienstag, 21.03.2015, 10:00-11:00
Ort: Hörsaal des GEOMAR, Standort Ostufer, Wischhofstraße 1-3, 24148 Kiel

Professor Berndt ist Leiter der Forschungseinheit „Marine Geodynamik“ am GEOMAR. Er hat an zahlreichen geophysikalischen Expeditionen teilgenommen beziehungsweise sie selbst geleitet.

Der Vortrag ist Teil der öffentlichen Vortragsreihe „WissenSchaffen“, die Ozeanforschung leicht verständlich präsentiert. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich bei „WissenSchaffen“ über die Arbeiten des GEOMAR zu informieren. Die Vorträge eignen sich auch für Schulklassen (ab etwa Klassenstufe 10). Der Eintritt ist frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Gruppen über 20 Personen sind wir für kurze Nachricht an presse@geomar.de dankbar.