Zum Wissenschaftsjahr 2018
  Do, 13.7.2017

Premiere "Die Wirbeljagd"

Premierenfeier des 30-minütigen Planetariumfilms "Die Wirbeljagd - Expedition Uhrwerk Ozean"

Auf einen Blick

Wo:

Planetarium Hamburg, Linnering 1
22299 Hamburg

Wann:

Do, 13.7.2017 | 19:30 Uhr - 21 Uhr
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Kontakt:

Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung

Frau Tanja Baschek

04152871785

E-Mail Zur Website

Zusatzinfos:

Behindertengerecht:

Ja

Kategorie:

  • Sonstiges

Für wen:

  • Lehrer / Schüler
  • Erwachsene
  • Kinder / Jugendliche
  • Alle
  • Studierende / Nachwuchswissenschaftler

Sonstiges:

Die Premierenfeier ist für geladene Gäste.
Ab August wird der Film im Programm des Planetarium Hamburg und im Mediendom Kiel gezeigt.

Vorschaubild zur Veranstaltung

Die Wirbeljagd – Expedition Uhrwerk Ozean
Die Meere beeinflussen das Leben auf unserer Erde. Wir vermuten, dass nicht nur die großen Meeresströmungen wie der Golfstrom, sondern auch unzählige kleine Wasserwirbel dabei eine entscheidende Rolle spielen. Wie die Zahnräder eines Uhrwerks greifen sie ineinander. Dabei wirken sich die kleinen Wirbel auf das weltweite Klima aus und beeinflussen das Wachstum von Mikroalgen – den Anfang der Nahrungskette der Meere.

Wie genau funktioniert dieses „Uhrwerk Ozean“?
Unter der Leitung der Küstenforscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht macht sich ein internationales Team auf die Suche, um die unbekannten Wirbel in einem bisher weltweit einzigartigen Projekt in der Ostsee aufzuspüren. Dirigent der Expedition: Ein Forschungszeppelin – eine echte Weltpremiere in der Meeresforschung. Mit Spezialkameras suchen sie mit ihm die für das Auge unsichtbaren Meereswirbel. Diese Kameras messen aus 1000 Metern Höhe an der Meeresoberfläche Temperaturunterschiede von etwa 0,03 Grad Celsius. Sie erkennen das kältere Zentrum der Wirbel und die darin lebenden Mikroalgen mit bislang unerreichter Auflösung.

Jeder Tag der Expedition - ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn die Wirbel existieren nur wenige Stunden. Die Forschungsschiffe müssen schnell sein und ihre Messgeräte im Wirbel aussetzen, bevor diese wieder zerfallen.

Endlich - der erhoffte Erfolg. Der Zeppelin findet einen Wirbel mit einem Durchmesser von drei Kilometern. Die Forschungsschiffe lassen ihre Messgeräte zu Wasser, durchfahren den Wirbel immer wieder. Temperatur, Sauerstoff, Salz- und Chlorophyllgehalt bis in eine Tiefe von 50 Metern – Daten in einer noch nie dagewesenen Auflösung.

Höchstes Glücksgefühl an einem der letzten Messtage. Die Küstenforscher beobachten erstmalig die Entstehung eines Wirbels, verfolgen ihn über sieben Stunden und sehen, wie er langsam wieder verschwindet. Gleichzeitig stellen sie fest, wie eng die Algen mit den Wirbeln verzahnt sind.

Die Daten, die sie sammeln, füllen etliche Festplatten – für Meeresforscher echte Schätze. Aus diesen Rohdiamanten Edelsteine zu formen, das ist die Herausforderung bis zur nächsten Wirbeljagd.

Die Produktion des 30-minütigen Planetariumfilms ist ein Beitrag zum Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane und wird durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“ gefördert. Durch die innovative 360°-Aufnahmetechnik erleben die Zuschauerinnen und Zuschauer die Suche und Erforschung bislang unbekannter Meereswirbel aus der Perspektive der Expeditionsteilnehmer.

www.uhrwerk-ozean.de