Fr, 21.9.2018

Der Politische Salon mit David Graeber: Bullshit Jobs

Ein packendes Plädoyer gegen die Ausweitung sinnloser Arbeit, das die moralischen Grundfesten unserer Gesellschaft ins Wanken bringt.
David Graeber, Vordenker der Occupy-Bewegung und einer der radikalsten politischen Denker unserer Zeit, geht diesem Phänomen im Gespräch mit Prof. Achim Kemmerling (Willy Brandt School) auf den Grund.

Auf einen Blick

Wo:

Haus Dacheröden, Anger 37
99084 Erfurt

Wann:

Fr, 21.9.2018 | 19:30 Uhr - 22 Uhr
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Kontakt:

Universität Erfurt (Willy Brandt School of Public Policy)

Frau Hahn

E-Mail Zur Website

Zusatzinfos:

Behindertengerecht:

Keine Angaben

Kategorie:

  • Diskussion / Dialog

Für wen:

  • Lehrer / Schüler
  • Erwachsene
  • Studierende / Nachwuchswissenschaftler

Sonstiges:

Karten: 10,00 € / 8,00 € ermäßigt
www.herbstlese.de
Eine Veranstaltung der Herbstlese in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und der Willy Brandt School of Public Policy an der Universität Erfurt.

Im Jahr 1930 prophezeite der britische Ökonom John Maynard Keynes, dass durch den technischen Fortschritt heute niemand mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten müsse. Die Gegenwart sieht anders aus: Immer mehr überflüssige Jobs entstehen, Freizeit und Kreativität haben keinen Raum – und das, obwohl die Wirtschaft immer produktiver wird. Wie konnte es dazu kommen?

Fast ein Jahrhundert nach Keynes‘ Prophezeiung stellt David Graeber etwas Merkwürdiges fest. Die durchschnittliche Arbeitszeit ist nicht etwa gesunken, sondern gestiegen. Dabei wurden zahlreiche Arbeitsplätze durch Maschinen ersetzt. Doch statt die gewonnene Zeit zu nutzen, üben immer mehr Menschen Tätigkeiten aus, die unproduktiv und daher eigentlich überflüssig sind – als Immobilienmakler, Investmentbanker oder Unternehmensberater. Es sind Jobs, die keinen sinnvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Es sind Bullshit Jobs. Warum bezahlt eine Ökonomie solche Tätigkeiten, die sie nicht braucht? Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Und was können wir dagegen tun?

Zweisprachig Englisch-Deutsch

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und der Willy Brandt School of Public Policy an der Universität Erfurt

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