Mi, 26.9.2018

Wie wollen wir morgen arbeiten? - 1. Themenabend "Ohne Hände geht nix"

Der erste Themenabend „Ohne Hände geht nix“ beschäftigt sich mit dem Wandel der Arbeit in den Bereichen des Backhandwerkes
und der Landwirtschaft. Ein hoher Technisierungsgrad bringt in diesen Bereichen zwangsläufig Veränderungen mit sich.

Auf einen Blick

Wo:

Große Märkerstraße 10
06108 Halle (Saale)

Wann:

Mi, 26.9.2018 | 19 Uhr - 21 Uhr
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Kontakt:

science2public - Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e.V.

Herr Richard Neuber

03454780523

E-Mail Zur Website

Zusatzinfos:

Behindertengerecht:

Ja

Kategorie:

  • Vortrag
  • Diskussion / Dialog

Für wen:

  • Alle

Downloads:

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Sonstiges:

Die Veranstaltung ist kostenfrei und ohne Anmeldung zugänglich.

WIE WOLLEN WIR MORGEN ARBEITEN?

Die viel beschworene Digitalisierung und die Automatisierung machen auch vor dem großen Bereich der Arbeit nicht halt. Wie wollen wir in Zukunft arbeiten und welche einschneidenden Veränderungen stehen uns als Individuen und als Gesellschaft bevor? Dieser Frage sind Studierende der Medienwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2018 nachgegangen und haben dazu vier Kurzfilme gedreht, die im Herbst im Stadtmuseum Halle gezeigt und anschließend besprochen werden sollen.

THEMENABEND „OHNE HÄNDE GEHT NIX“, 26. SEPTEMBER 2018, 19 UHR, STADTMUSEUM HALLE

Der erste Themenabend „Ohne Hände geht nix“ beschäftigt sich mit dem Wandel der Arbeit in den Bereichen des Backhandwerkes und der Landwirtschaft. Unser täglich Brot - zumindest ein Großteil davon - kommt schon längst nicht mehr aus kleinen Backstuben, wo ein Bäckermeister mit einer Handvoll Kollegen über den Sauerteig wacht. Brötchen von Hand geformt – gibt es die überhaupt noch?

Auch der Landwirtschaft sieht es meist nicht mehr so aus, wie man es aus Kinderbüchern kennt: kleiner Hof, eine überschaubare Anzahl an Haustieren und Bauer und Bäuerin haben alles im Griff. In der Landwirtschaft wollen immer weniger Menschen arbeiten, gleichzeitig werden auch nicht mehr so viele Arbeitskräfte wie früher gebraucht.

Wir haben regionale Betriebe in und um Halle besucht. Für das Backhandwerk trafen wir uns mit Bäckern des Traditionsbetriebes „Bäckerei Kolb“ und begleiteten sie durch eine Nachtschicht. Hier passiert tatsächlich noch Vieles per Hand, trotzdem haben sich über die Jahre natürlich auch technische Neuerungen bemerkbar gemacht.

Um einen Einblick in die Landwirtschaft zu erhalten, haben wir einen Hof in Ostrau besucht, der sowohl Viehwirtschaft als auch Ackerbau zu bieten hat. Von einst 300 Mitarbeitern sind nicht mehr viele geblieben. Welche Sorgen und Hoffnungen in die Zukunft treiben die Landwirte um? Dazu haben wir auch mit dem niederländischen Sozialwissenschaftler Oane Visser gesprochen, der den technischen, aber auch gesellschaftlichen Wandel einzuordnen weiß.

Der Tenor, der uns bei allen Gesprächspartnern im Kopf geblieben ist, heißt „Ohne Hände geht nix“. Ob das aber in 20-30 Jahren immer noch so sein wird, kann man schwer vorhersagen.

Beide Veranstaltungen werden von Studierenden im Rahmen des Projekts „Zurück in die Arbeitswelten der Zukunft“ organisiert, welches im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2018 „Arbeitswelten der Zukunft“ stattfindet und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

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