Fr, 22.3.2019

Fachtag an der Hochschule Hannover: Arbeit und Führung 4.0? Antworten der Positiven Psychologie

Lange beherrschten technische Herausforderungen die Diskussion um Arbeit und Führung 4.0. Nun steht der Mensch und damit die veränderten Anforderungen an Führung, Leistung, Motivation und Gesundheit im Mittelpunkt. Der Fachtag lädt Wissenschaft und Praxis ein, sich gemeinsam mit den Ansätzen der Positiven Psychologie auseinanderzusetzen.

Auf einen Blick

Wo:

Ricklinger Stadtweg 120, Aula
30459 Hannover

Wann:

Fr, 22.3.2019 | 10 Uhr - 17 Uhr
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Kontakt:

Hochschule Hannover

Frau Sabine Wesely M. A.

E-Mail Zur Website

Zusatzinfos:

Behindertengerecht:

Keine Angaben

Kategorie:

  • Fachveranstaltungen

Für wen:

  • Erwachsene
  • Studierende / Nachwuchswissenschaftler

Downloads:

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Sonstiges:

Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch nur nach verbindlicher Anmeldung unter f4-ppfachtag@hs-hannover.de möglich. Die Plätze sind begrenzt.

Arbeit 4.0 beschreibt eine grundlegende Revolutionierung der Arbeitswelt durch Globalisierung, Digitalisierung, Automatisierung und Individualisierung. Die damit verbundenen technischen Weiterentwicklungen erfordern auch organisatorische und soziale Anpassungen. Arbeit 4.0 zeichnet sich aus durch wachsende Flexibilisierung und Mobilität, eine Transformation von hierarchischen zu offenen Organisationsstrukturen sowie durch die wachsende Vernetzung von Arbeitsbeziehungen zwischen Menschen oder Organisationen untereinander sowie zwischen Menschen und Technik/Robotern.

Für den Menschen bietet Arbeit 4.0 die Chance, Wertschätzung und Bestätigung zu erfahren, sich selbst zu verwirklichen und an der Gesellschaft teilzuhaben. Dies erfordert aber gleichzeitig die Fähigkeit und Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln (Stichwort "lebenslanges Lernen"), um dem technologischen Fortschritt und den sich in der Folge ständig ändernden Rahmenbedingungen gewachsen zu sein.

Arbeitsorganisation und Führung in Unternehmen müssen auf die veränderten Arbeitswerte des Menschen und die neuen Herausforderungen, denen er sich stellen muss, reagieren. Führung 4.0 führt zu flacheren und flexibleren Hierarchien, Führungskräfte geben Entscheidungskompetenz und -verantwortung glaubwürdig ab. Sie fördern die Selbstkompetenz ihrer Mitarbeiter*innen, indem sie Autonomie- und Zugehörigkeitsbedürfnisse im Gleichgewicht halten: einerseits individuelle Stärken erkennen und fördern - andererseits eine gemeinsame Identität schaffen, um eine gute Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Agile Methoden sind auf dem Vormarsch. Das "Positive Leadership"-Konzept basiert auf Erkenntnissen der Positiven Psychologie. Es geht von der Annahme aus, dass eine positive Grundstimmung im Unternehmen, die Förderung individueller Stärken, eine gute Zusammenarbeit, Sinnerleegen und Wirksamkeitserfahrung entscheidend dazu beitragen, dass ein Mensch sein Potential zum Wohl des Unternehmens entfaltet. Zahlreiche Unternehmen setzen die Ansätze und Instrumente der Positiven Psychologie bereits erfolgreich zum Aufbau einer positiven Unternehmenskultur ein.

Die Positive Psychologie ist ein Gebiet der akademischen Psychologie und befasst sich mit der Erforschung psychologischer Prozesse, die zu Glück, Freude, Lebensqualität und positivem Verhalten führen. Dabei blendet sie jedoch das Negative wie Leid und Belastung als natürlichen Bestandteil der menschlichen Entwicklung nicht aus. Positive Psychologie thematisiert die Unterscheidung zwischen "functioning" (Funktionieren) und "flourishing" (Aufblühen) als Zustand, in dem man Glück bzw. Wohlbefinden erfährt, sich öffnet, aufnahme- und lernbereit ist und Zugang zu seinen Ressourcen hat.

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