Mode von morgen - Wissenschaftsjahr 2020/21 - Bioökonomie

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08.04.2020

„Mode von morgen“ – Video von Wissenschaft kontrovers online

Kurz & Knapp
  • „Wissenschaft kontrovers“, ein im Wissenschaftsjahr zur Bioökonomie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt von Wissenschaft im Dialog (WiD), hat im Rahmen einer neu geschaffenen, interaktiven Dialogreihe das erste Video veröffentlicht.
  • Michael Wingens, Projektmanager von „Wissenschaft kontrovers“, spricht darin mit Monika Fuchs, Professorin im Bereich Kleidungstechnik und Konfektion an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, darüber, wie „Mode von morgen“ beschaffen sein muss.
  • Wegen der Corona-Krise wurden alle Live-Events von „Wissenschaft kontrovers“ bis Ende April abgesagt. Auf der Website von Wissenschaft im Dialog wird bekanntgeben, wann wieder öffentliche Veranstaltungen stattfinden werden.

Fast Fashion – ein weltweiter Trend

In der Nachhaltigkeitsdebatte ist mittlerweile auch die internationale Modeindustrie in den Fokus der Medienöffentlichkeit geraten. Kritisiert werden vor allem die oftmals mangelnden sozialen Standards in den Herstellerländern und die negativen Folgen der weltweiten Kleidungsproduktion für Klima und Umwelt. Leider gäbe es aber für diese Probleme keine einfachen Lösungen, wie Professorin Fuchs im Video erläutert.

Der allgemeine Trend in den reichen Ländern dieser Erde, Dinge nach kurzer Zeit wegzuwerfen, hat längst auch im Bekleidungsbereich Einzug gehalten. Dafür gibt es sogar einen eigenen Begriff: Fast Fashion. Je billiger ein Kleidungsstück ist – zum Beispiel ein T-Shirt für drei oder vier Euro – desto leichter fällt es vielen, dieses nach kurzer Tragezeit wegzuwerfen.

Eine Greenpeace-Umfrage von 2015 hat ergeben, dass die Menschen in Deutschland im Schnitt um die 60 Kleidungsstücke pro Jahr kaufen. Auch wenn die Zahl umstritten sein mag, wie Monika Fuchs, Professorin im Bereich Kleidungstechnik und Konfektion an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, im Video anmerkt – so bestätigt sie doch die Tendenz: „Wir tragen Kleidung heute nur noch halb so lange wie vor 15 Jahren.“

„Wissenschaft kontrover online“: Mode von Morgen

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Wie kann die Modeindustrie nachhaltiger werden?

Das ist sowohl aus ökologischen als auch aus ökonomischen Gründen – Stichwort: Ressourcenverschwendung – höchst problematisch. Aber welchen Ausweg kann es aus diesem Irrweg geben? Sollte man die globalisierte Arbeitsteilung, nach der die Entwürfe in den westlichen Industriestaaten entstehen und die Produktion der Kleidung in Billiglohnländern wie China, Bangladesch, Vietnam oder der Türkei stattfindet, grundsätzlich in Frage stellen? Gar die komplette Textilproduktion aus diesen Ländern wieder nach Deutschland zurückholen?

Obwohl Monika Fuchs solche Überlegungen gut nachvollziehen kann, ist dies für sie keine Option. „Nach meiner Auffassung gibt es keinen Grund, die globale Fertigung wieder zurückzunehmen.“

Diskutieren Sie mit!

Erfahren Sie im Video „Mode von morgen“ von „Wissenschaft kontrovers online“, wie die Expertin für Bekleidungstechnik ihre Behauptung begründet. Überzeugt Sie die Argumentation von Frau Professorin Fuchs oder haben Sie eine andere Meinung dazu?

Diskutieren Sie mit, stellen Sie Ihre Fragen oder machen Sie Vorschläge – und zwar auf der Website von „Wissenschaft kontrovers“ oder den Social-Media-Kanälen von Wissenschaft im Dialog!

Das Projekt „Wissenschaft kontrovers“

„Wissenschaft kontrovers“ ist ein Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) umgesetzt wird. Im aktuellen Wissenschaftsjahr soll in einer bundesweiten Debatte, die in 13 Abendveranstaltungen umgesetzt wird, ein gesellschaftlicher Austausch über aktuelle und kontroverse Themen und Fragestellungen zur Bioökonomie stattfinden. Zielgruppe ist neben der lokalen Bevölkerung aller Altersstufen und Bildungsgrade auch die Wissenschaft: Bioökonomieforschende mit unterschiedlichen disziplinären Hintergründen. Aufgrund der aktuellen Gefährdung durch die Corona-Pandemie sind alle Live-Events zunächst bis Ende April ausgesetzt. Auf ihrer Website wird Wissenschaft im Dialog darüber informieren, wann und in welchen Städten die Events wieder stattfinden werden.