Bioökonomie-Transferzentrum entsteht in Potsdam - Wissenschaftsjahr 2020/21 - Bioökonomie

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06.10.2020

Bioökonomie-Transferzentrum entsteht in Potsdam

Kurz & Knapp
  • Das Land Brandenburg investiert 25 Millionen Euro in ein Bioökonomie-Transferzentrum am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) in Potsdam.
  • Der geplante Modellbetrieb soll zukunftsweisende und praktikable Ansätze einer klimafreundlichen und nachhaltigen Biomasseerzeugung und -nutzung demonstrieren und steht allen Interessierten offen.
  • Der ATB-Modellbetrieb für eine biobasierte Kreislaufwirtschaft wird innovative Landwirtschafts- und Bioraffineriekonzepte miteinander kombinieren.

Modellbetrieb für biobasierte Kreislaufwirtschaft

Unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) in Potsdam soll in Brandenburg ein Modellbetrieb für nachhaltige Bioökonomie entstehen. Im Fokus stehen innovative Ansätze für die Erzeugung und Nutzung von Biomasse. Für den Aufbau des neuen Zentrums stellt das Land zusätzlich 25 Mio. Euro bereit.

Ob Roggen, Winterweizen oder Mais: Knapp ein Drittel der gesamten Bodenfläche im Land Brandenburg werden gegenwärtig landwirtschaftlich genutzt. Damit ist die Landwirtschaft neben der Industrie ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Land – mit gleichzeitig großem Potenzial für die Bioökonomie. Knapp 25 Millionen Euro will das Land Brandenburg daher in die bioökonomische Zukunft investieren. Unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) in Potsdam soll in den kommenden sechs Jahren ein bundesweit einzigartiger Modellbetrieb für biobasierte Kreislaufwirtschaft entstehen. Die Gelder stammen aus dem Zukunftsinvestitionsfonds des Landes, mit dem Brandenburg gezielt Projekte fördert, die landespolitisch von herausragender Bedeutung sind.

Landwirtschaft und Bioraffinerie kombinieren

Aufgabe des Modellbetrieb wird es sein, zukunftsweisende und praktikable Ansätze für eine klimafreundliche und nachhaltige Biomasseerzeugung und -nutzung zu entwickeln und der interessierten Öffentlichkeit zu demonstrieren. „Mit diesem Modellbetrieb, der Landwirtschafts- und Bioraffineriekonzepte kombiniert, bieten sich umfangreiche Möglichkeiten, den integrativen Forschungsansatz des Instituts für eine biobasierte Kreislaufwirtschaft gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu entwickeln und bioökonomische Innovationen auch im Hinblick auf Praktikabilität und Umweltwirkung zu erproben und zu bewerten“, so Barbara Sturm, die seit 1. Oktober neue wissenschaftliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende des ATB ist.

Brandenburgs Forschungslandschaft stärken

„Dieses geplante Transferzentrum ist mehr als ein wissenschaftliches Schaufenster – es gewährt einen Blick in die Zukunft. Und Zukunft wird in Brandenburg gemacht“, sagte Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle anlässlich der Amtseinführung. Zugleich würdigte die Ministerin die Forschungsarbeit des Instituts als „Leuchturm” der wissenschaftlichen Kompetenz im Bereich der Nachhaltigkeit sowie die internationale aber auch regionale Bedeutung der Agrarforschung. Institutschefin Barbara Sturm ist zuversichtlich, dass das der geplante Modellbetrieb dazu beitragen wird, Brandenburgs Forschungslandschaft weiter zu stärken.

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In Kooperation mit bioökonomie.de