Umfrage zu Kernthemen der Bioökonomie - Wissenschaftsjahr 2020/21 - Bioökonomie

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16.10.2020

Umfrage zu Kernthemen der Bioökonomie

Kurz & Knapp
  • Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie hat die FOM Hochschule für Oekonomie und Management eine Umfrage zu Themen der Bioökonomie durchgeführt.
  • Die Kernfrage: wie erleben Menschen Bioökonomie im Alltag?
  • Die Umfrage wurde zwischen März und Juni 2020 durchgeführt. Befragt wurden über 18.000 Personen ab einem Alter von 12 Jahren.

Welche Umweltthemen sind den Deutschen besonders wichtig?

Wie sehr liegt den Menschen in Deutschland Nachhaltigkeit am Herzen und sind sie bereit Einschränkungen oder auch höhere Kosten in Kauf zu nehmen um die Umwelt zu schonen? Diese und weitere Fragen sind Inhalt einer Studie die Prof. Dr. Oliver Gansser an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management durchführte.

Im Rahmen der Studie wurde zunächst umfangreiches Datenmaterial erhoben: In der „Sommerumfrage 2020“ führten Studierende der FOM anhand von standardisierten Fragebögen persönliche Interviews mit über 18.000 Befragten ab 12 Jahren, quotiert nach Alter und Geschlecht. Die Fragstellungen beinhalteten sowohl die Lösung bestehender Umweltprobleme, den Umgang mit Erdöl und Mikroplastik als auch die Zahlungsbereitschaft für nachhaltigere Produkte durch die Konsumentinnen und Konsumenten. Weitere Umfrage-Themen: Die Einschätzung der Wirksamkeit umwelt- und klimaschonender Maßnahmen und die Einstellung zum Konsum von Produkten tierischen Ursprungs.

Kein Erdöl und Mikroplastik

Die Ergebnisse geben ein detailliertes Bild der Einstellungen der Befragten zu verschiedenen Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen, aufgeschlüsselt nach Alter und Geschlecht. So zeigen die erhobenen Daten beispielsweise, dass sich in Deutschland mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer vegetarisch ernähren.

Weiterhin wurde im Rahmen der Umfrage ausgelotet, wie wichtig es den Bürgerinnen und Bürgern ist, dass Produkte ohne Erdöl oder Mikroplastik auskommen. Hier ergibt sich jedoch ein sehr heterogenes Bild: 86 Prozent der Befragten legen Wert darauf, dass Lebensmittel kein Erdöl oder Mikroplastik enthalten – bei Spielzeug sind es 68 Prozent, bei Baustoffen 38 Prozent.

Mehr Geld für nachhaltigere Ernährung

Große Unterschiede gibt es auch in Bezug auf die Bereitschaft, für mehr Nachhaltigkeit höhere Kosten in Kauf zu nehmen. So sind 68 Prozent der Befragten bereit, bei der Ernährung mehr zu bezahlen, wenn die Lebensmittel nachhaltig Produziert werden (bei den 24 bis 39-Jährigen sogar 73 Prozent). Im Bereich Urlaub/Freizeit/Sport sind 41 Prozent bereit für mehr Nachhaltigkeit tiefer in die Tasche greifen – bei Kleidung sind es 42 Prozent.

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