Expedition Erdreich - Wissenschaftsjahr 2020/21 - Bioökonomie

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Expedition Erdreich auf 2021 verschoben

Aufgrund der durch das Coronavirus veränderten Gesamtsituation haben sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die beteiligten Partner dazu entschlossen, die Aktion Expedition Erdreich auf das Jahr 2021 zu verschieben.

Expedition Erdreich hat das Ziel, möglichst vielen Menschen die Wunderwelt Boden näherzubringen und sie dazu zu motivieren, zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Boden zu erforschen. Dafür sollen so flächendeckend wie möglich wissenschaftliche Daten zum Bodenzustand gesammelt werden. Das erfordert räumliche Bewegungsfreiheit – und leider ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen, ob diese über den Jahresverlauf in ausreichendem Maße gegeben sein wird. Zudem sollen alle Interessierten die Möglichkeit haben, Teil der Aktion zu werden – egal ob als Einzelperson oder als Gruppe. Auch das kann in der aktuellen Situation nicht garantiert werden. Durch diese Einschränkungen besteht außerdem die Gefahr, dass die Aktion nicht den wissenschaftlichen Beitrag leisten kann, für den sie ursprünglich ins Leben gerufen wurde.

Um die Citizen-Science-Aktion erfolgreich umzusetzen und Sie, den Teilnehmenden, eine wirklich spannende Expedition zu ermöglichen, startet die Aktion also erst im nächsten Jahr.

Aber die Teebeutel warten auf Sie! Registrieren Sie sich jetzt und wir informieren Sie per E-Mail, wie und wann es mit der Expedition Erdreich weitergeht. Neues erfahrt ihr aber natürlich auch hier!

Die Grundlage des Lebens: unsere Böden

Ob Feld, Wiese oder Wald: Böden sind für uns Menschen enorm wichtig. Ein Großteil der Nahrung kommt aus unseren Böden, und wir nutzen sie, um Futtermittel zu produzieren und nachwachsende Rohstoffe zu gewinnen. Doch nicht nur das macht Böden so bedeutend: Auch sauberes Trinkwasser haben wir zu großen Teilen ihnen zu verdanken, und ohne die in den Böden lebenden zahlreichen Organismen würden unseren Pflanzen wichtige Nährstoffe fehlen, die beispielsweise Pilze und Würmer bei der Zersetzung von Blättern und Ästen produzieren. Böden sind außerdem ein wichtiger Teil der natürlichen Klimaregulierung: Der Kohlenstoff, der bei der Zersetzung durch Bodenorganismen entsteht, wird in den Böden gespeichert und später als CO2 wieder in die Atmosphäre abgegeben.

Für eine biobasierte Wirtschaft, die auf nachwachsende Rohstoffe setzt, werden Böden in Zukunft immer wichtiger werden. Um sie mit all ihren Funktionen bestmöglich und vor allem nachhaltig nutzen zu können, müssen wir zunächst verstehen, wie es heute um unsere Böden bestellt ist. Darum machen wir uns im Wissenschaftsjahr 2020/21 gemeinsam auf, die Wunderwelt Boden zu erkunden: mit der Expedition Erdreich!

Die Expedition Erdreich

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Mit Citizen Science den Böden auf der Spur

Expedition Erdreich ist eine Citizen-Science-Aktion, bei der jede und jeder der Wissenschaft helfen kann, möglichst viele Boden-Daten zu sammeln. Und das mit ganz einfachen Mitteln, die wir alle aus der heimischen Küche kennen: mit Teebeuteln.

Expedition Erdreich nutzt die sogenannte Teabag-Index-Methode, um Informationen über den allgemeinen Zustand und die CO2-Freisetzung von Böden zu gewinnen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Genormte Teebeutel werden vergraben, drei Monate lang vom Boden verdaut und dann wieder ausgegraben. Der Gewichtsunterschied zwischen vorher und nachher gibt Aufschluss über die Zersetzungsrate und damit auch die CO2-Freisetzung des jeweiligen Bodens. Zusammen mit einigen weiteren Angaben können wir so mehr über die wichtigsten Bodeneigenschaften herausfinden und dazu beitragen, unsere Böden in Zukunft gewinnbringender und nachhaltiger zu nutzen.

Seien auch Sie dabei und werden Sie Teil der Expedition Erdreich! Wie Sie bei der Citizen-Science-Aktion mitmachen können, erfahren Sie bald auf dieser Website.