Kurz & Knapp
  • 15 Studierenden-Projekte wurden im Rahmen des Hochschulwettbewerbs im Wissenschaftsjahr 2020 für ihre Kommunikationsideen zum Thema Bioökonomie mit je 10.000 Euro ausgezeichnet.
  • Die Gewinnerteams, die unter anderem aus Aachen, Bayreuth, Freiburg, Hamburg, Kassel, Mittweida und Osnabrück kommen, haben bis Dezember Zeit, ihre Ideen zur Wissenschaftskommunikation umzusetzen.
  • Der Hochschulwettbewerb „Zeigt eure Forschung!“ wird jährlich von Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgelobt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Große Bandbreite an Kommunikationsideen zur Bioökonomie

Damit der Wandel hin zur Bioökonomie gelingt, braucht es die Akzeptanz der ganzen Gesellschaft. Genau darauf zielt der Hochschulwettbewerb ab: die 15 Gewinnerteams setzen ihre Kommunikationsideen zum Thema Bioökonomie in die Praxis um und treten so in einen interaktiven Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern zu den verschiedenen Aspekten einer nachhaltigen Wirtschaftsweise.

Die Bandbreite der Gewinnerprojekte des Hochschulwettbewerbs ist beachtlich. Angefangen mit dem Mega-Thema „Ernährung der Zukunft“, dem sich mehrere Studierendenteams aus unterschiedlichen Perspektiven genähert hatten. Die Universität Osnabrück beispielweise entwickelte ein didaktisches Konzept mit interaktiven Schulmaterialien, um die Akzeptanz von Insekten und „Laborfleisch“, die gemeinhin als Nahrungsmittel der Zukunft gehandelt werden, zu erhöhen. Vor dem Hintergrund, dass Aquakulturen zur Nahrungsmittelproduktion der Zukunft immer wichtiger werden, gehen Studierende am Bremer Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung der Frage nach, wie eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft unter Wasser entstehen kann. Und im Podcast „Krautnah“ der RWTH Aachen dreht sich alles um die Geschichte der Pflanzen – von ihrer Kultivierung bis hin zur heutigen Gentechnik.

Artenvielfalt und Nachhaltigkeitstipps

Wie sich eine landwirtschaftliche Fläche, auf der früher fossile Rohstoffe abgebaut wurden, in einen Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten verwandeln kann, zeigt die Hochschule Mittweida in ihrem Projekt Arche. Das Team plant, einen ehemaligen Tagebau in Mittweida zu einem Reallabor für Schülerinnen und Schüler umzuwandeln. Im Community Labor des Teams der Universität Kassel soll öffentlich zu Bioökonomie geforscht und außerdem Workshops, Science Slams und Mitmachexperimente durchgeführt werden. 
Wer Inspirationen für einen möglichst nachhaltigen Lifestyle braucht, kann über die Green Karma App der Hochschule Düsseldorf wertvolle Tipps erhalten.

Escape Room und Comic zur Bioökonomie

Die Welt mit einem Ratespiel retten will das Team der Universität Bayreuth mit seinem Escape-Room-Projekt. Erst wenn es den Spielerinnen und Spielern gemeinsam gelingt, ein Szenario mit nachhaltiger Ressourcennutzung zu entwickeln, können sie dem Raum entkommen. Ein Comic über Bioökonomie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg veranschaulicht die Kreislaufwirtschaft am Beispiel von Pilzen und ein Wissenschaftsjournalismus-Workshop für Schülerinnen und Schüler der Technischen Hochschule Nürnberg sind weitere Gewinnerprojekte des Hochschulwettbewerbs.

Wie geht es nun weiter? Im Februar 2020 erhalten die Gewinnerteams eine Schulung von Wissenschaft im Dialog, in der Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit vermittelt werden. Im Dezember 2020 wird die Jury die in die Praxis umgesetzten 15 Kommunikationsprojekte noch einmal begutachten und bewerten, welche Formate sich als besonders geeignet erwiesen haben, um eine nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Thema Bioökonomie anzuregen.

Gemeinsames Projekt von Wissenschaft im Dialog und BMBF

Der Hochschulwettbewerb wird jährlich von Wissenschaft im Dialog unter dem Motto „Zeigt eure Forschung!“ ausgelobt und vom BMBF gefördert. Im Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie haben 15 Studierendenteams aus Aachen, Bayreuth, Braunschweig, Bremen, Düsseldorf, Freiburg, Hamburg, Hohenheim, Iserlohn, Kassel, Mittweida, Nürnberg und Osnabrück das Preisgeld von je 10.000 Euro für die besten Ideen zur Wissenschaftskommunikation erhalten.

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