Die Förderprojekte im Wissenschaftsjahr 2020 - Wissenschaftsjahr 2020 - Bioökonomie

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04.03.2020

Die Förderprojekte im Wissenschaftsjahr 2020

Kurz & Knapp
  • Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im aktuellen Wissenschaftsjahr 19 Vorhaben der Wissenschaftskommunikation zum Thema Bioökonomie.
  • Ziel ist es, Bioökonomie in die Öffentlichkeit zu tragen und sich mit Bürgerinnen und Bürgern über eine nachhaltige, biobasierte Wirtschafts- und Lebensform auszutauschen.
  • Die einzelnen Projekte – darunter Workshops, Lesungen, Escape Games, Diskussionen, Podcasts und Theateraufführungen – werden auf dieser Website vorgestellt.

Bioökonomie im gesellschaftlichen Diskurs

Der Wandel hin zur Bioökonomie hat Auswirkungen auf alle Bereiche unseres Lebens. So setzen auch die Förderprojekte das wissenschaftliche Thema auf verschiedene Art und Weise alltagsnah und kreativ um.

Mit der am 15. Januar 2020 beschlossenen nationalen Bioökonomiestrategie verfolgt die Bundesregierung das Ziel, unser Wirtschaftssystem auf die nachhaltige Erzeugung und Nutzung biologischer Rohstoffe umzustellen. Technische Innovationen sind zentrale Faktoren, um diesen Wandel voranzutreiben. Genauso wichtig aber ist es, die Bürgerinnen und Bürger in diesen Prozess frühzeitig einzubinden, um so eine breite Akzeptanz für die Bioökonomie zu schaffen. Mit den 19 Projekten der Wissenschaftskommunikation will das BMBF im Wissenschaftsjahr 2020 das Thema Bioökonomie stärker in der Gesellschaft verankern und mit der Öffentlichkeit in einen offenen Dialog darüber treten.

Bioökonomie zu Wasser und auf dem Lande

Während Forschende der TU Dresden gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern die faszinierende Welt der Pilze erkunden, gibt das Fraunhofer CeRRI am IAO mit „essbaren Prototypen“ bereits einen Vorgeschmack auf die Lebensmittel der Zukunft. Auf dem Wasser forschend unterwegs sind sowohl die MS Wissenschaft mit vielen interaktiven Exponaten als auch das Bürgerforschungsboot von „MakeScience Halle“. Das Fraunhofer UMSICHT und die Folkwang Universität der Künste stellen vertraute Alltagsprodukte – „alte Bekannte“ – in einen bioökonomischen Kontext. Auseinandersetzungen über Bioökonomie mit der Öffentlichkeit finden darüber hinaus auch in einer Museumsausstellung, diversen Workshops, im Rahmen von Autorenlesungen und mittels eines Podcasts statt.

Nachhaltigkeit kann auch unterhaltsam sein

Dass das Thema des Wissenschaftsjahres auch bühnentauglich ist, zeigt das Haus der Springmaus aus Bonn, das die Bioökonomie als interaktives, unterhaltsames Theaterstück auf die Bühne bringt. Beim Science Slam hingegen müssen junge Forschende das Publikum in zehn Minuten vom jeweils besten Wissenschaftsvortrag überzeugen. Tempo ist auch bei „BioEconomy Now!“ gefragt. In dem Escape Game geht es für die Spielerinnen darum, die Wirtschaft eines fiktiven Planeten innerhalb von 45 Minuten auf Bioökonomie umzustellen. Das Projekt „Hack your Fashion“ geht noch einen Schritt weiter: Hier entwickeln junge Forschende aus Bekleidungstechnik und Textilwissenschaft zusammen mit Interessierten Konzepte für biobasierte Kleidung.

Bioökonomie multimedial

In dem Hochschulwettbewerb „Zeigt eure Forschung“, einem Projekt von Wissenschaft im Dialog (WiD), sind junge Forschende aufgerufen, ihre Wissenschaftskommunikationskonzepte zum Thema Bioökonomie einzureichen. Und in der Dialogreihe „Wissenschaft kontrovers“ – einem weiteren WiD-Projekt – werden mögliche Auswirkungen dieser Wirtschaftsform mit Bürgerinnen und Bürgern kritisch diskutiert.

Die Zusammenarbeit von Forschenden und Medienschaffenden kommt sowohl in der Multimedia-Reportage von Studierenden des Journalismus als auch beim Journalistenkolleg „Grüne Bioökonomie“ zum Tragen. Und schließlich haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich während der „SchulKinoWochen“ über das Medium Film mit den Perspektiven einer nachhaltigen Zukunft zu befassen.