Zuse-Gemeinschaft gründet Cluster Bioökonomie - Wissenschaftsjahr 2020 - Bioökonomie

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20.05.2020

Zuse-Gemeinschaft gründet Cluster Bioökonomie

Kurz & Knapp
  • Die Zuse-Gemeinschaft steht für Industrieforschung – in dem 2015 gegründeten Verband sind 75 private Forschungseinrichtungen in Deutschland organisiert.
  • Nun hat die Zuse-Gemeinschaft einen Cluster gegründet, um künftig eng vernetzt angewandte Bioökonomie-Forschung zu betreiben. Zunächst sind 15 der 75 Institute der Zuse-Gemeinschaft dabei.
  • Thematisch orientiert sich das neue Zuse-Netzwerk an der Nationalen Bioökonomiestrategie der Bundesregierung.

Angewandte Bioökonomie-Forschung betreiben

Biobasierte Innovationen für ein großes Spektrum an Branchen entwickeln – das hat sich der neue Cluster Bioökonomie zum Ziel gesetzt, den die Zuse-Gemeinschaft jetzt aus zunächst 15 ihrer Institute gegründet hat. Die Cluster-Schwerpunkte orientieren sich an der Nationalen Bioökonomiestrategie der Bundesregierung.

Die Zuse-Gemeinschaft vertritt die Interessen gemeinnütziger, privatwirtschaftlich organisierter Forschungseinrichtungen in Deutschland. Nun setzt die Industrieforschungsgemeinschaft einen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung für die Bioökonomie: 15 ihrer 75 anwendungsorientierten Forschungsinstitute haben sich zum Cluster Bioökonomie zusammengeschlossen. „Wir leben in einer Welt begrenzter Ressourcen und unausgeschöpfter Möglichkeiten“, begründete der Präsident der Zuse-Gemeinschaft Martin Bastian die Entscheidung.

„Im Zuge der aktuellen, durch Corona bedingten Wirtschaftskrise ergibt sich für die deutsche Industrie die Chance und Notwendigkeit, verstärkt auf Innovationen zu setzen“, so Bastian weiter. Die sehr praxisorientierten Innovationen aus der Zuse-Gemeinschaft sollen demnach Unternehmen aus Deutschland helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen.

Forschung in biobasierte Technologien übersetzen

„Im Cluster Bioökonomie bringen Institute der Zuse-Gemeinschaft ihr Wissen der Biologie und ihre Ideen für biobasierte Technologien und Produkte zusammen“, erklärte Cluster-Koordinator Jens Schrader vom DECHEMA-Forschungsinstitut in Frankfurt am Main den neuen Ansatz. So schaffe man wertvolle Synergien und präsentiere sich als „starke Gemeinschaft in diesem Zukunftsfeld“.

Dabei orientiert sich der Cluster an der im Januar 2020 veröffentlichten Nationalen Bioökonomiestrategie der Bundesregierung. Die Bioökonomieforschung wird daher an den Bereichen Wissen, innovative Technologien, biogene Rohstoffbasis und Kreislaufwirtschaft sowie Nachhaltigkeitsbewertungen und Verfolgbarkeit ausgerichtet. Zu diesen Themen möchte die Zuse-Gemeinschaft beitragen und wissenschaftliche Erkenntnisse in Technologien, Produkte und Dienstleistungen weiterentwickeln.

Vielfalt an Technologien und Branchen

Durch die Vielzahl der technologie- und branchenoffenen Institute sieht sich die Zuse-Gemeinschaft gut aufgestellt für Projekte in einer Vielzahl von Bereichen. Explizit benennt das Leitbild des neuen Clusters die Themen Agrar, Ernährung, Bauen, Textilien, Energie, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Gesundheit, Konsumprodukte, Industrieprodukte, Ressourcenschutz, Recycling, Logistik und Mobilität.

Die Clusterbildung soll dazu beitragen, die Mitgliedsinstitute der Zuse-Gemeinschaft zu den Themen der Bioökonomie inhaltlich und organisatorisch stärker zu vernetzen, die Schwerpunktsetzungen in diese Richtung verschieben und nach außen die Sichtbarkeit der Bioökonomieforschung in der Zuse-Gemeinschaft erhöhen.