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Erste Stopps der
Geowissenschaftlichen
Landpartie in Brandenburg

06.05.2022
Kurz und knapp

Der natürliche Wasserkreislauf und die Auswirkungen des Braunkohleausstiegs auf das Grundwasser sind die Themen, die im Mittelpunkt der ersten Stationen des Projekts „Geowissenschaftliche Landpartie“ stehen. Dabei stellen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Fragen von Interessierten im ländlichen Raum. Das Ziel ist, mehr Austausch zwischen Forschung und Bevölkerung zu erreichen. Die ersten Gesprächsrunden finden am 12. Mai in Elsterwerda und am 13. Mai in Bad Liebenwerda im Land Brandenburg statt.

Wasserkreislauf und Braunkohleausstieg

Die „Geowissenschaftliche Landpartie“ beginnt: Am 12. Mai ist der erste Stopp in Elsterwerda im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster, am 13. Mai der zweite unweit davon in Bad Liebenwerda. Beide Male stellen sich Forschende den Fragen des Publikums. In Elsterwerda dreht sich alles um den Wasserkreislauf. Anna Lena Kronsbein vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei wird zum Thema „Der natürliche Wasserkreislauf und der Einfluss des Menschen“ sprechen. Anschließend ist ein Austausch mit den Anwesenden geplant.

In Bad Liebenwerda gibt der Geologe Dr. Silvio Janetz von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Einblicke ins Thema „Wie wirkt sich der Braunkohleausstieg auf unser Grundwasser aus?“. Prof. Dr. Tobia Lakes von der Humboldt-Universität zu Berlin spricht zum Thema „Landnutzung und Klimawandel“.

Austausch mit der ländlichen Bevölkerung

Hintergrund des Projekts „Geowissenschaftliche Landpartie. Wasser, Boden, Mensch – was passiert im ländlichen Raum?“ ist der Wunsch nach einem verstärkten Austausch zu geowissenschaftlichen Themen. Diese beschäftigen sich zum Beispiel mit dem Klima, den Wasservorkommen oder der Energieversorgung. Damit die Forschenden an den Universitäten nicht nur untereinander Erkenntnisse teilen und neue Fragen entwickeln, haben die Humboldt-Universität zu Berlin und die Freie Universität Berlin die Landpartie entworfen und setzen sie nun um. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen in verschiedene Regionen und suchen das Gespräch. Der Austausch ist wichtig, denn vor allem Menschen in ländlichen Regionen sind von Eingriffen in die Natur betroffen: Geobezogene Aktivitäten wie Bergbau, Grundwasserentnahme, Landwirtschaft oder die Erschließung erneuerbarer Energien aus Geothermieanlagen passieren vor allem dort.

Auf einen Kaffee oder ein Bier mit den Forschenden

Die Veranstaltung in Elsterwerda findet unter dem Motto „Auf einen Kaffee mit der Erde“ am 12. Mai um 14.30 Uhr im „Café der Möglichkeiten“ statt und wird etwa zwei Stunden dauern. In Bad Liebenwerda treffen sich Interessierte zur Veranstaltung „Auf ein Bier mit der Erde“ am 13. Mai um 18:30 Uhr im Bürgerhaus von „Jamie’s Bar & Restaurant“. Die Veranstaltung ist ebenfalls für zwei Stunden geplant.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Im Vorfeld der Gespräche wurden in den Orten Frageboxen aufgestellt, in denen erste Themen gesammelt wurden. 

Die nächsten Veranstaltungen sind in Balingen, Baden-Württemberg (23./24.06.) geplant. Es folgen Bad Aibling, Bayern (13./14.07.) und Gersfeld und Hettenhausen, Hessen (21./22.07.), anschließend Barnin und Lübstorf, Mecklenburg-Vorpommern (25./26.08.) sowie Kempen, Nordrhein-Westfalen (01./02.09.).

Weitere Informationen zu den Terminen in Elsterwerda und Bad Liebenwerda finden Sie hier und hier. Informationen zum Projekt gibt es hier.

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