„Einmal war sogar eine Kobra auf dem Schulhof“

23.11.2022
Kurz und knapp

Eleonora ist eines der jüngsten Mitglieder der forscher-Kinderredaktion. In ihrer Freizeit ist sie gern aktiv und geht den Hobbys Reiten und Skifahren nach. Auch wenn sie eine besondere Beziehung zu ihren beiden Pferden hat, liebt sie alle Tiere – außer Insekten, vor denen sie sich ein bisschen gruselt.

Rasmus, der in Berlin lebt, aber in Singapur aufgewachsen ist, zählt zu den älteren im Kreis der forscher-Kinderredaktion. Er ist eine wahre Leseratte, schreibt selbst gern Geschichten und scheut sich nicht davor, mit anderen zu debattieren. Sein Lieblingstier ist seine Katze Freya.

Welche drei Wörter beschreiben euch am besten?

Eleonora: Ich würde sagen: schlau, frech … aber auch nett. Die letzten beiden sind ein Widerspruch, ich weiß. Es kommt natürlich ein bisschen auf die Situation an. Mal kann ich frech sein, aber meistens bin ich nett.

Rasmus: Es gibt natürlich immer positive und negative Aspekte. Ich glaube, dass ich kreativ bin – dazu kommt dann eben auch, dass ich ein bisschen chaotisch bin. Ich bin sehr offen und auch besonders neugierig.

Neugierig ist ein tolles Stichwort, Rasmus. Wann und wie habt ihr entdeckt, dass ihr besonders neugierig seid, vielleicht auch gerade im Hinblick auf Wissenschaft?

Rasmus: Also, entdeckt habe ich das schon früh. Vielleicht mit sechs oder sieben Jahren. Weil ich mich einfach generell für Sachen, die mit der Wissenschaft zu tun haben, interessiert habe. Ich habe einfach sehr viel von meiner Freizeit damit verbracht, Sachen herauszufinden: wie unsere Welt so wirklich funktioniert und was sich für Geheimnisse hinter unserer Erde verbergen.

Eleonora: Das war eigentlich schon immer so, dass ich neugierig bin. Ich mache gern mal „Experimente“. Letztens habe ich Wasser mit Zucker und Essig vermischt – einfach, um zu sehen, was dabei herauskommt. Ich denke, Ausprobieren hilft beim Verstehen.

Was macht ihr in eurer Freizeit?

Eleonora: Am liebsten reite ich. Wir haben zwei Islandpferde. Sie heißen Aradis und Bjalfi. Und ich mag alle Arten von Spielen sehr gern. Damit verbringe ich auch sehr gern Zeit.

Rasmus: Ich lese sehr gerne. Ich schreibe auch sehr gerne selber Geschichten. Dann mache ich noch Crossfit, spiele Fußball und gehe gern schwimmen. Ich gucke auch Wissensserien; die finde ich sehr cool.

Welches Fach habt ihr am liebsten?

Rasmus: Sozialwissenschaften! Biologie ist auch sehr cool, aber die Aspekte, für die ich mich insbesondere interessiere, kommen dabei nicht so stark raus. Ich wünschte mir, Tierverhalten hätte dabei mehr Gewicht. In den Sozialwissenschaften geht es sehr viel ums Debattieren, das finde ich sehr gut.

Eleonora: Bei mir ist es Kunst. Ich mag es, zu malen. Da kann ich meine Gedanken sichtbar machen und die Fantasie spielen lassen. Und das geht in Kunst am besten. Ich interessiere mich auch für Geschichte, weil ich spannend finde, was die Leute früher gemacht haben.

Rasmus, wie kann Wissenschaft und Forschung deine Meinung nach dazu beitragen, das Leben der Menschen zu verbessern?

Rasmus: Ich finde sie können den Menschen helfen, die es am dringendsten brauchen, die vielleicht nicht die notwendigen Quellen haben. Und die Wissenschaft hat meiner Meinung nach die Aufgabe, Hilfe bereitzustellen, damit Menschen es im alltäglichen Leben einfacher haben. Die Geschichte zeigt, dass Wissenschaft das sehr gut kann. Und in Zukunft wird es bestimmt noch mehr geben, was den Menschen hilft.

Hast du eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler, die oder den du besonders spannend findest, Eleonora?

Eleonora: Leonardo Da Vinci, weil er praktisch Wissenschaftler, Maler und Erfinder zugleich war. Das zeigt, wie klug er war und was er alles konnte. Und das macht Eindruck auf mich.

Rasmus, du hast mal erwähnt, dass du Charles Darwin und David Attenborough als Wissenschaftler besonders interessant findest. Wieso diese beiden? Und wo hast du von ihnen gehört?

Rasmus: Ich fange jetzt einfach mal mit David Attenborough an. Von ihm habe das erste Mal über meine Eltern gehört. Er hat die Doku „Planet Earth“ gemacht. Die finde ich einfach atemberaubend und wirklich wunderbar. Wie man da einfach in diese Welt hineingezogen wird mit all den kleinen Details! Und an Charles Darwin finde ich besonders interessant, dass er eine wirklich coole Theorie geschaffen hat; und das zu einer Zeit, in der ihm deswegen sehr viel Gegenwind entgegen kam.

Wenn ihr an die Zukunft denkt, welches Bild habt ihr dann im Kopf?

Eleonora: Dass es weniger Hunger gibt. Ich finde es sehr traurig, dass es immer noch Menschen gibt, die Hunger leiden müssen. Und ich hoffe, dass dieses Problem bald gelöst wird. Ich sehe in meinem Zukunftsbild auch, dass technische Geräte Menschen noch mehr unterstützen: Roboter zum Beispiel, die beim Einkaufen helfen.

Rasmus: Ich sehe ein Bild, bei dem Tiere das gleiche Recht haben wie Menschen. Weil ich denke, man sollte auch Respekt vor der Natur haben. Sie kann so wunderschön sein und ist einfach wichtig für uns alle. Und wenn wir das kaputt machen, was haben wir davon?

Was ist euer Traumberuf?

Rasmus: Gute Frage! Ich wäre sehr gern Moderator, speziell Podcast-Moderator. Das könnte ich mir sehr gut vorstellen. Oder vielleicht auch Autor, weil ich sehr gern schreibe. Ich könnte mir auch vorstellen, Tierverhaltensforscher zu sein. Ich habe eigentlich ganz viele Sachen auf dem Schirm, deswegen kann ich jetzt nicht genau sagen, welcher Beruf es sein wird. Aber diese Dinge interessieren mich sehr. Mal schauen, was die Zukunft bringt.

Eleonora: Ich weiß noch nicht recht. Aber ich würde auf jeden Fall gern etwas mit Tieren machen. Mir macht es sehr viel Spaß, Zeit mit meinen Pferden zu verbringen. Was genau, weiß ich noch nicht. Vielleicht werde ich Tierpflegerin im Zoo oder auch Tierärztin. Ich muss noch gucken.

Welche Erfindung brauchen wir in naher Zukunft unbedingt?

Eleonora: Ich denke, wir brauchen etwas, das uns hilft, das Essen auf der Welt besser zu verteilen. Dass es noch so viel Hunger auf der Welt gibt, ist ein Problem. Und eine Erfindung, eine Maschine oder ein Computer … etwas, das hilft, das Essen besser zu verteilen, wäre sehr gut.

Rasmus: Ich wünsche mir irgendwas, womit wir mit unseren Tieren kommunizieren können. Das wünsche ich mir schon, seit ich drei bin. Ich fände es schön, wenn man mit den eigenen Tieren kommunizieren könnte. Wenn man ein Haustier hat, wundert man sich manchmal: Was wollen denn jetzt diese Katze, dieser Hund von mir? Was denken die über mich? Sind sie zufrieden mit ihrem Leben?

Rasmus, du bist ja in Singapur aufgewachsen. Gibt es eine Erinnerung, die du mit den anderen teilen möchtest?

Rasmus: Ich war dort an einer Schule, die fast schon in den Dschungel hineingebaut war. Deswegen gab es dort oft auch Tiere direkt vor meiner Nase. Einmal war sogar eine Kobra auf dem Schulhof! Unser Sportlehrer hat dann gesagt: „So, hier können wir dann jetzt nicht Fußball spielen.“ Und dann mussten wir woanders hingehen (lacht). Ich habe auch ganz viele andere Momente, an die ich mich gern zurückerinnere, weil man Tiere beobachten konnte, ohne in den Zoo gehen zu müssen. Das vermisse ich ein bisschen.

Eleonora, du würdest ja gerne ins nächste Jahrhundert reisen, wenn Zeitreisen möglich wären. Warum ausgerechnet dorthin?

Eleonora: Ich glaube, dass es da sehr viele neue Dinge geben wird, die wir uns noch gar nicht vorstellen können. Aber ich weiß nicht was. Und deshalb bin sehr neugierig darauf, was noch kommen wird, wie die Menschen leben werden. Das ist einfach etwas, was ich gern sehen würde.

Eleonora, du hast bei der Kinderredaktion gefragt: „Werde ich in Zukunft noch in den Skiurlaub fahren können?“ Wie kamst du auf die Frage? Ist dir beim Skifahren aufgefallen, dass sich in den letzten Jahren etwas geändert hat?

Eleonora: Mir fällt auf, dass es wärmer wird. Und dort, wo immer Schnee war, liegt jetzt immer weniger Schnee. Das finde ich nicht gut und es beschäftigt mich. Deswegen habe ich die Gelegenheit genutzt und die Frage gestellt. Die Antwort von Peter Hoffmann war auch sehr hilfreich. Ich weiß jetzt besser darüber Bescheid, warum das so ist und was wir Menschen tun können, damit es wieder besser wird.

Rasmus, du hast ja den Anstoß für den Artikel über die Sprache der Tiere gegeben, weil du gerne mit deiner Katze Freya sprechen würdest. Findest du den Artikel hilfreich? Und hast du versucht, die Tipps dort für die Kommunikation mit deiner Katze Freya zu nutzen?

Rasmus: Ich fand den Artikel sehr cool und habe die Dinge, die drinstanden, ausprobiert. Und es hat auch sehr gut funktioniert. Deswegen bin ich auch wirklich begeistert und sehr dankbar, dass die Leute mir geholfen haben, mit meiner Katze zu kommunizieren.

Warum hattet ihr Lust, bei der Kinderredaktion von forscher mitzumachen?

Eleonora: Es hat mich sehr interessiert. Ich wusste zuvor nicht von dem Magazin. Aber als ich das Angebot bekommen habe, habe ich mich informiert. Und ich fand das Magazin sehr spannend. Eine solche Gelegenheit ist eine tolle Sache. Da wollte ich mitmachen.

Rasmus: Ich fands generell interessant, anderen Kindern zu zeigen, was die Wissenschaft für uns macht. Und ich wollte andere Leute treffen, die Wissenschaft interessant finden und in denselben Bereichen interessiert sind wie ich. Bei der Kinderredaktion habe ich Gleichgesinnte gefunden.

Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit der Kinderredaktion gemacht?

Eleonora: Ich habe sehr viel Kontakt zu Leni und Tohki, weil ich früher mit ihnen in einer Klasse war. Wir sind auch an derselben Schule zusammen. Die Arbeit macht aber mit allen Spaß. Alle sind sehr nett und interessiert. Das macht ein gutes Team aus uns.

Rasmus: Es ist schön, mit Kindern zusammen an etwas zu arbeiten, die gleiche Interessen haben. Ich habe mich sehr gefreut, neue Kinder kennenzulernen und neue Freunde zu finden. So ist das keine echte Arbeit, es macht einfach Spaß und bringt uns alle weiter. Und das ist ein echt cooles Gefühl.

Warum sollten Kinder in eurem Alter das forscher-Magazin lesen?

Rasmus: Ich finde es cool, wenn Kinder etwas über die Wissenschaft lernen können. forscher bietet auch Kindern, die wenig Ahnung von Wissenschaft haben, einen tollen Einstieg. Wenn sie zum Beispiel ein Thema entdecken, das sie besonders spannend finden.

Eleonora: Weil das forscher-Magazin sehr interessant ist. Es hat eine Menge zu bieten. Spannende Geschichten, Rätsel und Dinge zum Staunen, aber auch Lachen. Für jeden ist was dabei.

 

Neugierige wie Eleonora und Rasmus können in der nächsten Ausgabe des forscher-Magazins nachlesen, welche Leseempfehlung Eleonora in eine Zeitkapsel geben würde und welches Bauwerk als Miniatur laut Rasmus auf keinen Fall darin fehlen darf. Außerdem im neuen Heft: die Geschichte der Astronomin Wang Zhenyi aus der chinesischen Kaiserzeit, spannende Fakten über den Schlaf von Tieren und ein Quiz der Superlative – Kennst du die Rekorde der Natur? Jetzt die neue Ausgabe des forscher-Magazins bestellen.

 

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