Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Sicherheit

Ländlicher Raum und Wissenschaft: Den Austausch fördern

28.02.2022
Kurz und knapp

Knapp ein Drittel der deutschen Gesamtbevölkerung lebt in ländlichen Räumen. Wissenschaft und Forschung sind dagegen meist in großen Städten angesiedelt. Das Projekt „Land gefragt! – Wissen ländlicher Räume im Dialog“ (LaWiDi) von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) möchte Bürgerinnen und Bürger in ländlichen Regionen dazu animieren, im IdeenLauf ihre Fragen für die Wissenschaft einzureichen und in interaktiven Formaten in den Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu treten.

 

Das Wissen ländlicher Räume nutzen

Bürgerinnen und Bürger besitzen wertvolles – und oft nicht ausgeschöpftes – Wissen über lokale Gegebenheiten und Prozesse, von Geschichte und Traditionen über Konflikte und Probleme bis hin zu den konkreten Auswirkungen politischer Programme vor Ort. Insbesondere in ländlichen Räumen wird die Bevölkerung zu selten in Entscheidungsprozesse und Debatten zu aktuellen politischen und wissenschaftlichen Themen mit einbezogen. 

Mit dem Projekt „Land gefragt! – Wissen ländlicher Räume im Dialog“ möchte die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ihre regionalen, ländlichen und studentischen Netzwerke nutzen, um den Austausch zwischen Bevölkerung und Wissenschaft im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2022 – Nachgefragt! zu stärken. „Wir wollen das Wissenschaftsjahr insbesondere zu den Menschen in ländlichen Räumen bringen. Es ist wichtig, dass ländliche Themen repräsentiert sind“, sagt Prof. Dr. Jennifer Gerend, die das Projekt an der HSWT leitet.

Der IdeenLauf: Fragen nicht nur aus den Städten

Das Projekt „LaWiDi“ soll Menschen in ländlichen Räumen in ihren Möglichkeiten der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Partizipation stärken. In einer ersten Mobilisierungsphase animiert das Projekt die Bevölkerung zur Einreichung von Fragen im IdeenLauf des aktuellen Wissenschaftsjahres. Insbesondere Frauen, Seniorinnen und Senioren sowie Kinder sollen dabei gezielt angesprochen und in ihren Möglichkeiten der gesellschaftlichen Partizipation gestärkt werden.

Die HSWT nutzt dabei speziell ihre regionalen, ländlichen und studentischen Netzwerke, um den Austausch zwischen Bevölkerung und Wissenschaft zu forcieren. Die Studierenden der HSWT sollen aktiv als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren agieren, etablierte Formate wie das Forum Triesdorf und der Triesdorfer Pferdetag, Postkartenaktionen auf Wochenmärkten sowie ein Fragentagebuch „Frag den Esel“ für Kinder beteiligter Betreuungseinrichtungen werden aufgegriffen.

Interaktive Formate für niedrigschwelligen Zugang

In einer zweiten Interaktionsphase sind Online- und Vor-Ort-Aktionen geplant, die unterschiedliche Altersgruppen und Menschen aus verschiedenen Orten der Region ansprechen. Unter anderem in Kooperationen mit Schulen und in Open-Space-Veranstaltungen sollen die für die ländlichen Räume besonders relevanten Themen aus den Bereichen Gesellschaft, Umwelt, Klima, Erde, Gesundes Leben, Bildung, Wissen, Innovation und Technik aufgegriffen und partizipativ bearbeitet werden. Ziel ist es dabei auch, das Vertrauensverhältnis zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft zu stärken. Über alle anstehenden Veranstaltungen informiert die HSWT auf der Projektseite

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