Umwelt, Klima, Erde, Universum • Gesundes Leben, Medizin, Pflege

Rätselraten beim Science-Seeing in Bielefeld und Halle

24.10.2022
Kurz und knapp

Welches Lebensmittel ist am klimaschädlichsten: Rindfleisch, Butter oder Kaffee? Die Antwort gibt es auf einer wissenschaftlichen Städtetour durch Halle an der Saale. Science-Seeing statt Sightseeing wird dort und in Bielefeld angeboten. Gäste und Einheimische können die Stadt neu entdecken. In Halle stehen Klima, Umwelt und Universum im Mittelpunkt, in Bielefeld sind es Medizin, Gesundheit und Pflege. Dabei werden die Teilnehmenden einbezogen: Sie dürfen experimentieren, tüfteln und raten.

Auf einer Stadttour den klimafreundlichsten Baum finden

Wissenschaft erlebbar gestalten – das ist das Ziel der Science-Seeing-Städtetouren in Halle an der Saale und Bielefeld, die in den vergangenen Monaten zu vielen Aha-Momenten bei den Teilnehmenden geführt haben. Wer weiß zum Beispiel schon, welcher Baum am meisten CO2 speichert – Robinie, Linde, Buche oder Eiche? Die Touren klären auf, informieren und bringen die Städte den Menschen näher.

So laden die Gästeführerinnen und -führer in Halle dazu ein, alles Essbare am Weg einzusammeln. Da finden sich Pfefferminze, Hagebutten oder Kapuzinerkresse, die früher unbemerkt blieben. Die Touren beschäftigen sich mit Fragen rund um Klima, Umwelt und Universum und werden von einem Team aus Wissenschaft und Gästeführung begleitet. So können Fragen zu den verschiedensten Themen gestellt werden – von den Vorteilen der Elektro- und der Wasserstoffmobilität, über die erwähnte Klimafreundlichkeit von Baumsorten bis hin zur Stadtgeschichte. „Durch die Science-Seeing-Touren wird Wissenschaft ohne große Hürden erlebbar“, sagt der Parlamentarische Staatssekretär der Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Jens Brandenburg zum Konzept, „dabei stärken sie den Tourismus und die lokale Vernetzung.“

 

Die Rolle des Flusses für die Durchblutung

In Bielefeld wird gefragt: Was hätten die Schwestern im ehemaligen Augustinerkloster von der Idee automatisierter Pflege gehalten? Und was hat der Fluss Lutter mit unserer Durchblutung zu tun? Thematische Schwerpunkte der Rundgänge durch die Altstadt sind gesundes Leben, Medizin und Pflege. Sechs Stationen gibt es insgesamt. Den Anstoß zu ihnen gab jeweils eine von über 14.000 Fragen, die Menschen aus ganz Deutschland im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2022 eingereicht haben. „Wir haben die Fragen von Fachleuten aus Bielefeld beantworten lassen“, sagt Gesa Fischer vom Wissenschaftsbüro der Bielefeld Marketing GmbH, „gemeinsam mit vielen kreativen Köpfen haben wir daraufhin in offenen Workshops Ideen entwickelt, um die wissenschaftlichen Antworten möglichst lebendig und anregend bei den Touren zu vermitteln.“

 

Viele Termine im Oktober und November

Bei den „Nachgefragt! Science-Seeing-Touren“ handelt es sich um ein Verbundprojekt vom Hallenser Verein für Wissenschaftskommunikation science2public gemeinsam mit dem Wissenschaftsbüro bei Bielefeld Marketing. Dahinter steckt die Idee, dass Wissenschaft überall ist. Gefördert wird das Projekt im Wissenschaftsjahr 2022 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. 

Die Touren sind kostenlos und für Erwachsene und Familien mit Kindern ab 10 Jahren geeignet. Eine Tour dauert zweieinhalb bis drei Stunden. Es können auch Gruppentouren individuell vereinbart werden.

Wer in Halle teilnehmen möchte, kann sich hier  anmelden. Es gibt tägliche Termine im Oktober und November zu verschiedenen Uhrzeiten. Die Rundgänge beginnen an der Wasserstofftankstelle in der Selkestraße 7 in Halle.

In Bielefeld finden die Touren im Oktober und November an mehreren Samstagen und Sonntagen jeweils um 11 Uhr statt. Anmeldungen können hier getätigt werden. Treffpunkt ist auf dem Rathausplatz an der Chia-Skulptur.

Mehr Infos zum Projekt und die Möglichkeit, die Touren digital zu erkunden, gibt es hier

Hier finden Sie die Website des Vereins Science2Public, das Wissenschaftsbüro von Bielefeld Marketing gibt es hier zu entdecken.

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