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Rückblick: Sophie und die Eule „Oho“ zu Gast auf dem Baumberger Apfelfest

14.10.2022
Kurz und knapp

Wissenschaftskommunikation einmal anders: Die Comicfigur Sophie ist nahbar und weckt Aufmerksamkeit. Wo sie auftaucht, steht sie im Mittelpunkt und sammelt Fragen an die Forschung. So auch auf dem Baumberger Apfelfest im Münsterland, wo Besucherinnen und Besucher auf Erzeugerinnen und Erzeuger trafen, um gemeinsam Äpfel auszupressen und zu feiern. Die Eule, die Begleiterin von Sophie, erhielt dort endlich einen Namen. Ab sofort heißt der kleine Uhu „Oho“.

Sophie baut Brücken zwischen Forschung und Bürgerinnen und Bürgern

Das Baumberger Apfelfest ist ein Highlight in der Region zwischen Coesfeld und Münster. Zum zehnten Mal hat das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld Anfang Oktober dazu eingeladen, sich über den Lebensraum Streuobstwiese zu informieren, Äpfel auszupressen und gemeinsam zu feiern. In diesem Jahr war auch die Comicfigur Sophie der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) dabei. Das Projekt „Nachgefragt bei Sophie & Co.“ baut Brücken zwischen der Forschung und den Bürgerinnen und Bürgern. Wo Sophie ist, können Fragen an Wissenschaft und Politik gestellt werden. Egal ob sie persönlich oder für die gesamte Gesellschaft relevant sind. Das Sophie-Mobil, ein Kleinbus, der die Figur und ein Team vor Ort bringt, fand auf dem Fest in dem kleinen Ort Darup viel Aufmerksamkeit.

 

Taufe der Eule um 14 Uhr

Gemeinsam mit Sophie kam auch ihre Begleiterin, eine kleine Eule, ins Münsterland. Am Maltisch mit Vorlagen von Sophie und Eule war der Andrang schnell groß. Während die Kleinen sich künstlerisch betätigten, informierte das Sophie-Team die Eltern und größeren Kinder über das Projekt. Neben Sophie kamen zahlreiche regionale Austellerinnen und Aussteller, wie der Imkerverein Nottuln, die Regionalwert AG Münsterland, der NABU Coesfeld und das Biologische Zentrum Lüdinghausen, zum Fest.

Am Nachmittag um 14 Uhr stand ein Höhepunkt an – zumindest für Sophie, die Eule und ihre Freundinnen und Freunde: Die Eule erhielt endlich einen Namen. Dieser lautet ab sofort „Oho“. Die Aktion passte zur Veranstaltung. Auf dem Apfelfest gab es auch eine Steinkauz-Ausstellung. Dieser Vogel, der in der Fachsprache Athene noctua heißt, lebt in großer Population im Münsterland. Oho ist allerdings eher eine Mischung aus kleinem Uhu und Waldohreule, wie der ehrenamtliche Naturforscher, Eulenexperte und Hobbyfotograf Winfried Rusch feststellte. Der Name Oho trifft es perfekt.

 

Potenzielle neue Forschungsfelder

Auf dem Fest ging es weiter mit einer Sortenbestimmung der Äpfel und einer Vorführung der Saftpresse. Fünf Tonnen Äpfel wurden auf dem Fest gepresst. Der eigene Apfelsaft konnte von den Hobbyobstbauerinnen und -bauern nach Hause mitgenommen werden. Ein weiterer Anziehungspunkt war die Dauerausstellung zu heimischen Eulen: Sechs lebensgroße Bronzemodelle sind im Garten des Naturschutzzentrums zu erkunden.

Am Ende des Fests waren die Veranstalterinnen und Veranstalter zufrieden: „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr wieder ein buntes Programm auf die Beine stellen konnten“, sagte Organisatorin Catharina Kähler. Rund 2.000 Besucherinnen und Besucher seien gekommen. Die große Anzahl der Kinder zeige einmal mehr, wie wichtig es sei, Themen des Naturschutzes so früh wie möglich mit auf den Weg zu geben.

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