Fragende im Porträt

Das Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! geht neue Wege: Erstmals stehen die Fragen der Bürgerinnen und Bürger selbst im Vordergrund. Im IdeenLauf, der zentralen Mitmachaktion des Wissenschaftsjahres 2022, aber auch darüber hinaus können sie ihre Fragen für die Wissenschaft einreichen und so aktiv die Forschung sowie Forschungs- und Innovationspolitik in Deutschland mitgestalten. 

Hinter jeder Frage steht ein Name, ein Gesicht – und oft eine persönliche Geschichte. Hier stellen wir Ihnen einige der Fragenstellenden vor.

Christine Rüth

„Welche Antwort hat die Wissenschaft auf das Problem, dass Gesellschaft und Politik in Sachen Klimawandel nicht genug ins Handeln kommen?“ ist die Frage für die Wissenschaft von Christine Rüth. Die Wissenschaftskommunikatorin sieht trotz eindeutiger Faktenlage einen Stillstand und erhofft sich ein schnelleres Voranschreiten bei der Bekämpfung der Klimakrise.

Daniel Jox

Der Auszubildende Daniel Jox ist froh, dass die Wissenschaft stetig daran forscht, Erkrankungen zu behandeln – neue Therapien und Erkenntnisse hätten ihm immer geholfen. Seine spannende Frage für die Wissenschaft lautet: „Werden Gleichgewichtsprobleme in der Schwerelosigkeit verbessert?“.

Benedikt Krieger

Benedikt Krieger ist in der Forschungsförderung sowie Politikberatung tätig und seine Frage für die Wissenschaft zielt auf ein gesellschaftliches Umdenken ab: „Wie kommen wir weg vom ständigen Wachstumsdogma in der Volkswirtschaftslehre?“ Die vielfältigen Möglichkeiten, die die Wissenschaft allen bietet, haben ihn zur Teilnahme am Wissenschaftsjahr 2022 inspiriert.

Dr. Annika Breternitz

Für die wissenschaftliche Mitarbeiterin und promovierte Erziehungswissenschaftlerin Dr. Annika Breternitz ist Forschung ein großer Teil ihres Lebens. Getrieben von der Neugier, Lösungen für bestehende Probleme zu finden und Situationen zu optimieren, lautet ihre Frage für die Wissenschaft: „Was kann jeder von uns tun, sodass es weniger Kriege in der Welt gibt?“

Luisa Hanstein

„Wie kann die Forschung zu Frauenkrankheiten wie Endometriose, PMS/PMDS (Prämenstruelles Syndrom) oder PCOS (Polycystisches Ovarialsyndrom) vorangetrieben werden?“, fragt die Studentin Luisa Hanstein. Sie weist darauf hin, dass großer Nachholbedarf in unserem Gesundheitssystem besteht, um Gleichberechtigung zu erreichen.

Kathrin Rosi Würtz

Als Soziologin und Physiotherapeutin ist Kathrin Rosi Würtz davon überzeugt, dass Bewegung in all ihren Formen ein Kernelement unseres Lebens ist. Bewegung ist ein zentrales Thema für uns alle, sagt sie – daher lautet ihre Frage: „Wie bleibt Wissenschaft in Bewegung?“ Sich gegenseitig mit Fragestellungen zu inspirieren, erscheint Kathrin Rosi Würz zukunftsfähig.

Kurt Becker

Der Lehrer und Realschulrektor Kurt Becker fragt: „Wie können Leben und Arbeiten gesundheits- und gemeinschaftsfördernd verbunden werden?“ Er findet es wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Gedankenwelt mit der Wissenschaft teilen – die Herausforderung des Fragestellens motivierte ihn selbst zur Teilnahme am Wissenschaftsjahr 2022.

Kathrin Lenvain

Kathrin Lenvain ist in der Raumfahrt tätig und adressierte ihre Frage für die Wissenschaft direkt an ESA-Astronaut Matthias Maurer: „Warum ist Raumfahrt und deine Forschung auf der ISS wichtig für neue Innovationen auf der Erde und was ist dein Lieblingsbeispiel?“ Bürgerbeteiligung ermöglicht die Nutzung von Daten und Technologien aus Wissenschaft und Forschung für alle, sagt sie.

Corinna Bürger de Oliveira

„Gibt es Biomarker für emotionale Traumata?“ fragt Corinna Bürger de Oliveira die Wissenschaft. Sie hofft, dass in Zukunft die Effektivität schamanischer Heilungsmethoden von der Forschung objektiv nachgewiesen werden kann. Ihre Motivation für die Teilnahme am Wissenschaftsjahr 2022: mehr Aufmerksamkeit für Themen, die sonst oft übersehen werden.

Wolfgang Helmeth

Der Entwicklungsingenieur Wolfgang Helmeth lässt sich von seiner Neugier leiten – und fragt sich, ob ihr in unserem Bildungssystem genug Raum gegeben wird: „Was hindert uns, Bildung unabhängig von Schule zu denken, um den Einzelnen mit all seinen Potenzialen in den Blick zu nehmen?“ ist seine Frage für die Wissenschaft.

Dr. Eckart John

Als Allgemeinmediziner im Ruhestand widmet sich Dr. Eckart John seit seiner Kindheit wissenschaftlichen Themen, neben der Medizin beschäftigen ihn vor allem Umwelt und Nachhaltigkeit. Seine Frage für die Wissenschaft rührt an die Grundlagen der menschlichen Entwicklung: „Inwieweit ist Darwins Evolutionstheorie beweisbar?“

Dr. Peter Jakubowski

Dr. Peter Jakubowski ist Physiker und Universalphilosoph. „Warum tanzt die Venus (scheinbar) um die Sonne mit einer Periode von 247 Jahren?“ ist seine Frage für die Wissenschaft. Im Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! sieht er die Chance, den Konkurrenzkampf der Ideen innerhalb der Wissenschaften zu überwinden.

Matthias Fischer

Als Referent für Öffentlichkeitsarbeit ist Matthias Fischer auch aus beruflichen Gründen an der Schnittstelle von Naturwissenschaft und Gesellschaft interessiert. Seine Frage für die Wissenschaft: „Welche Auswirkungen hat der Bau von Windkraftanlagen auf den umgebenden Wald? Wie ergeht es dem Mikroklima, der Artenzusammensetzung, dem Boden, den benachbarten Bäumen?“

Antje Hinz

Die Journalistin und Medienproduzentin Antje Hinz bezeichnet sich selbst als „Fragen-Expertin“ – und motiviert auch andere zum Fragenstellen. Ihre eigene Frage für die Wissenschaft: „Mit welchen wissenschaftlichen Methoden lassen sich immaterielle Werte (Kunst, Kultur, Natur) volkswirtschaftlich beziffern? Wie kann man immaterielle Werte in Finanzplänen transparent darstellen, berücksichtigen?“

Matthias Weinert

„Wie kann unsere Gesellschaft beeinträchtigte Menschen besser inkludieren?“ – das ist Matthias Weinerts Frage für die Wissenschaft. Wissenschaft soll den Menschen dienen und helfen; die Bürgerinnen und Bürger darf sie nicht aus den Augen verlieren, sagt der pensionierte Richter.

Ludwig Sachs

Ludwig Sachs ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Seine Frage für die Wissenschaft zielt auf gesellschaftliche und psychologische Prozesse: „Inwiefern führt Säkularisierung zur Ideologisierung von Politik und Wissenschaft?“ Mit seiner Teilnahme am Wissenschaftsjahr 2022 möchte er das Unbewusste ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken.

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