Steckbrief Christiane Grimm

Name: DrChristiane Grimm
Alter: 38
Wohnort: München
Berufsfeld: Wissenschaftsverwaltung bei der Max-Planck-Gesellschaft, Volkswirtin

Wie beeinflusst die Wissenschaft Sie in Ihrem Alltag?

Überall verwende ich die Erkenntnisse der Wissenschaft im Alltag, ich profitiere davon beim Arzt, bei technischen Geräten, bei Erziehungsmethoden, beim Hausbau. Ohne die Wissenschaft würden wir doch noch im Mittelalter leben.

Ich arbeite sehr gerne für eine renommierte Forschungsorganisation und es macht mich jedes Mal sehr stolz, wenn ein Max-Planck-Forscher oder eine -Forscherin einen Nobelpreis erhält, ganz aktuell Svante Päabo.

Wie lautet Ihre Frage für die Wissenschaft und wie ist sie entstanden?

„Was ist Charakter, kann man ihn messen und wodurch wird er bestimmt?“

Die Frage ergab sich sowohl aus meinem privaten als auch aus meinem dienstlichen Umfeld:

Ich habe drei Kinder, die natürlich dieselbe Erziehung, denselben Alltag und dieselben Bezugspersonen haben. Dennoch sind alle drei von Geburt an sehr unterschiedlich in ihrem Charakter. Allerdings scheint mir in meinem eigenen Leben, als hätte sich mein Charakter auch sehr stark im Laufe der Zeit geformt. Ist Charakter also zum Teil angeboren und zum Teil durch externe Einflüsse geprägt?

In meinem Job arbeite ich mit vielen verschiedenen Charakteren zusammen, oft eine besondere Herausforderung. Nicht umsonst gibt es ja unterschiedliche Messtechniken (Insights, Gallup, etc.) v. a. aus den USA. Sie versuchen irgendwie die Charaktereigenschaften eines Menschen zu ergründen. Meine Frage zielt darauf ab, ob es dazu auch wissenschaftliche Erkenntnisse gibt.

Was motiviert Sie dazu, sich am Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! zu beteiligen?

Im besten Fall gibt es zu meiner Frage schon eine Antwort. Wenn nicht, dann würde ich mich freuen, irgendwann Forschungsergebnisse dazu lesen zu können und diese in der Arbeitswelt umgesetzt zu sehen.

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, Bürgerinnen und Bürger an der Wissenschaft zu beteiligen?

Wissenschaft ist oft nur für die ForscherInnen verständlich und zugänglich, obwohl es so viele schlaue Leute da draußen gibt, die der Gesellschaft und auch der Wissenschaft Impulse geben können.

Ich erinnere mich sehr gut, als ich in meiner ersten Arbeitsstelle in der Privatwirtschaft von einem über 60-jährigen Arbeitskollegen an den Kopf geworfen bekommen habe, Wissenschaft sei ja keine echte Arbeit. Ich war so sprachlos und entsetzt, dass man nach über 60 Jahren Lebenserfahrung so negativ über die Wissenschaft denken kann. Das zeigt, dass der Austausch zwischen Gesellschaft und Wissenschaft noch viel enger werden muss.

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