Steckbrief Dr. Annika Breternitz

Name: Dr. Annika Breternitz
Alter: 45
Wohnort: Paderborn
Berufsfeld: wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Projekt und promovierte Erziehungswissenschaftlerin

Wie beeinflusst die Wissenschaft Sie in Ihrem Alltag?

Ich habe mehrere Jahre über Sichtweisen von Lehrkräften auf Schülerfehler in NRW und Finnland geforscht, sodass die Forschung und damit auch die Wissenschaft ein Teil meines Lebens sind. Zu meiner Freude schreibe ich gerade an einer Publikation.

Mich treibt u. a. die Neugier an, Sachverhalte verstehen zu wollen, für Herausforderungen Lösungen zu finden bzw. Situationen optimieren zu wollen. Somit würde ich gerne wieder aktiv forschen.

Wie lautet Ihre Frage für die Wissenschaft und wie ist sie entstanden?

Die Frage lautet: „Was kann jeder von uns tun, sodass es weniger Kriege in der Welt gibt?“ Als ich mit Freunden über Nachrichten sprach, meinten sie, dass sie sich seit dem Krieg in der Ukraine kaum mehr informieren. So bedrückend und traurig sei die Situation, und man fühle sich hilflos, mit eigenen Wegen die Not etwas lindern zu können. Ohne Frage wünschen sich die meisten Menschen, dass es im 21. Jahrhundert keine Kriege mehr gibt.

Ich überlegte, ob und wie wir einen Einfluss darauf haben. Hierbei gehe ich von einer Einflussnahme aus. Meine Annahme fußt u. a. auf dem Gedanken: Wenn eine Person mit sich selbst im Frieden ist, dann beeinflusst das ihr Umfeld. Andere Menschen bzw. deren Verhalten willentlich nach unseren Vorstellungen beeinflussen zu wollen, funktioniert demgegenüber meist nicht.

Während in Medien die Frage aufkam, wie die Politik das Geschehen hätte verhindern können, lege ich den Fokus zukunftsorientiert auf uns.

Was motiviert Sie dazu, sich am Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! zu beteiligen?

Mich hat die Herausforderung gereizt, etwas zu fragen, wozu ich nicht einfach eine Antwort finde. Gleichzeitig soll es eine Frage sein, deren Antwort eine Relevanz für unsere Zukunft hat, wie das Erreichen eines friedlichen Zusammenlebens. Und wie ich immer wieder selbst erlebe, erhalten Fragende oft Antworten. 

Für mich wäre es besonders spannend, wenn diese Frage aus verschiedenen Fachrichtungen betrachtet wird, und das könnte dieses Format ermöglichen. Meine Grundannahme ist nur eine von vielen denkbaren Perspektiven. 

Das Verstehen von Zusammenhängen ermöglicht die Ableitung von Konsequenzen, mit deren Umsetzung die Welt ein wenig besser werden könnte.

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, Bürgerinnen und Bürger an der Wissenschaft zu beteiligen?

Dieses Format stellt sowohl für Bürger/innen wie für Wissenschaftler/innen einen Gewinn dar.

Die zahlreichen, vielfältigen Fragen zeigen unser Bedürfnis, Dinge besser verstehen zu wollen. Während meiner Forschung habe ich häufig über mein Thema mit Außenstehenden diskutiert und dabei bemerkt, wie einige begannen sich für die Forschung wie für die Wissenschaft zu interessieren und dabei zum Nachdenken über ihre eigene Sichtweise kamen. Hierbei ist es wichtig, von ihren eigenen Erfahrungen auszugehen und sie mitzunehmen, wie es hier erfolgt.

Durch so ein Format wird deutlich, mit welchen aktuellen Themen wir uns auseinandersetzen, und so bekommen Forschende auch Impulse für weiterführende relevante Forschung. Und wenn die Forschungsergebnisse später uns wieder zurückgespiegelt werden, wie es bereits durch die beantworteten Fragen erfolgt ist, dann schließt sich der Kreis.

Vielen Dank für die Ermöglichung dieses Formats.

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