Steckbrief Kurt Becker

Name: Kurt Becker
Alter: 69
Wohnort: Linden (Pfalz)
Berufsfeld: Lehrer und Realschulrektor

Wie beeinflusst die Wissenschaft Sie in Ihrem Alltag?

Ich versuche mich über aktuelle Forschung zu informieren und lese unter anderem regelmäßig die Printausgaben der Monatszeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“.

Wie lautet Ihre Frage für die Wissenschaft und wie ist sie entstanden?

Wie können Leben und Arbeiten gesundheits- und gemeinschaftsfördernd verbunden werden?“

Die Frage entstand im Zusammenhang mit dem Auftrag im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2022, Fragen an Wissenschaftler zu stellen. Die Frage an sich entstand spontan ohne direkten Bezug zu anderen Themen. Der Ausgangspunkt sind die verschiedenen „Welten“, in die wir als Menschen hineingeboren werden, die wir uns selbst suchen und die rein zufällig von uns erlebt werden. Nicht selten ergänzen sich Welten und führen zu Synergieeffekten und beeinflussen die individuelle Entwicklung einer Person positiv.

Was in der Lebenswelt Schule erlernt wurde, findet Anwendung und Gebrauch im Alltag, im Beruf, im Hobby, bei sozialen Interaktionen usw. Gerade das Erleben von Erfolg, den ich jetzt bei positiver Beeinflussung unterstelle, kann eine Reihe weiterer Folgen für die Entwicklung einer Person, aber auch der zur Person gehörenden Gruppen führen. Dadurch wären dann zwei Effekte zu untersuchen: Wie profitiert die einzelne Person und wie letztlich dann auch eine Gruppe von Menschen (ab zwei Personen)?

Wenn nun der Blick auf eine Beeinflussung der beiden Welten „Leben im Sinne von Alltag“ und „Arbeitswelt“ gelenkt wird, kann es unter anderem zu gesundheitlichen Folgen der einzelnen Individuen kommen. Interessant ist natürlich insbesondere die Verbesserung oder Stabilisierung der Gesundheit. Gleichzeitig wäre eine Verbesserung oder Stabilisierung der Gemeinschafft denkbar. Die Frage zielt nun darauf ab, wie diese positiven Effekte nutzbringend miteinander verbunden werden können und wie man das verstärken kann.

Was motiviert Sie dazu, sich am Wissenschaftsjahr 2022 –
Nachgefragt! zu beteiligen?

Das Leben steckt voller interessanter Phänomene, deren Entdeckung zunächst einmal durch Einsatz der Sinnesorgane geschieht. Sind Beobachtungen interessant genug und mit vorhandenem Wissen/Unwissen verknüpfbar, entstehen Fragen, die man oft genug bald wieder vergisst oder die den Einzelnen überfordern würden, wenn er/sie den Versuch einer Beantwortung unternimmt.

Deshalb finde ich die Möglichkeit „Fragen zu stellen“ sehr herausfordernd.

Gleichzeitig würde ja auch eine kleine Chance bestehen, dass eine Beantwortung der Frage lohnenswert erscheint und realisiert werden soll.

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, Bürgerinnen und
Bürger an der Wissenschaft zu beteiligen?

Wissenschaft dringt sehr tief in die Arbeit mit Themen ein. Ein Detail bedingt das andere und so kann leicht der Blick für die Welt, andere Themen oder auch die schönen Seiten des Lebens wie Kultur, Sport, Beziehungen usw. etwas in den Hintergrund geraten oder sogar verloren gehen. Bürgerinnen und Bürger sind nicht alle mit Wissenschaft beschäftigt, laufen jedoch mit offenen Augen durch die Welt und beschäftigen sich mit ihrer Umwelt – soziale Probleme ebenso wie rein sachliche, philosophische und viele andere Dinge. Nicht alles wird in die Öffentlichkeit gelangen. Wenn man jedoch die Chance dazu gibt, finden es bestimmt viele spannend und finden Freude daran. Die individuelle Gedankenwelt wird herausgefordert und schon allein die Möglichkeit daraus etwas ganz wertfrei zu präsentieren, ist Lohn genug.

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