Steckbrief Matthias Weinert

Name: Matthias Weinert
Alter: 77
Wohnort: Bremen
Berufsfeld: Pensionierter Richter

Wie beeinflusst die Wissenschaft Sie in Ihrem Alltag?

Sie ermöglicht mir, Falschmeldungen (Fake News) in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen zu enttarnen und für mich die wissenschaftlich zutreffenden Erkenntnisse herauszufinden. Sie erklärt mir Alltagsphänomene und gesellschaftliche Zusammenhänge. Sie erschließt mir die Geheimnisse der Natur und des menschlichen Lebens. Sie schult mein kritisches Denken.

Wie lautet Ihre Frage für die Wissenschaft und wie ist sie entstanden?

„Wie kann unsere Gesellschaft beeinträchtigte Menschen besser inkludieren?“ Als Geburtsspastiker behindern mich mein Leben lang mobilitätsbeeinträchtigende Barrieren. Sie entstehen dadurch, dass die Verantwortlichen bei ihren Entscheidungen die berechtigten Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen nicht berücksichtigen, weil sie sich in deren Lebensrealitäten nicht hineindenken und hineinfühlen können. Die gesetzlichen Vorgaben der Barrierefreiheit enthalten viele Ausnahmen und gelten z. B. nicht für Bestandsbauten. Daneben wollen viele Einrichtungen keine Behinderten –z. B.: Passagiere (ÖPNV, DB), Kunden (Gastronomie), Patienten (Zahnarzt), Mandanten (Rechtsanwälte) –, weil dadurch nicht alltägliche Probleme auftreten könnten.

Was motiviert Sie dazu, sich am Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! zu beteiligen?

Die Wissenschaft muss sich den durch meine Fragen aufgeworfenen Problemen stellen und fächerübergreifende Lösungen erarbeiten und diese stets aktualisieren.

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, Bürgerinnen und Bürger an der Wissenschaft zu beteiligen?

Wissenschaft soll den Menschen dienen und helfen. Sie darf Bürger daher nicht „aus den Augen verlieren“, sondern muss sie stets im Blick behalten. Schließlich wird sie von den Steuergeldern der Bürger finanziert. Sie muss sich verständlich mitteilen und in der Praxis erproben. Die Bürger können mit ihrem Alltagswissen und ihren Praxiserfahrungen dabei helfen und neue Forschungsimpulse geben.

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