Steckbrief Roul Oldenburger

Name: Roul Oldenburger
Alter: 48
Wohnort: Weyhe
Berufsfeld: Softwareentwickler

Wie beeinflusst die Wissenschaft Sie in Ihrem Alltag?

Ich bin an den wissenschaftlichen Erkenntnissen und am Fortschritt interessiert. Daher verfolge ich zum Beispiel aktuelle Wissenschaftsmeldungen über die Sendungen des DLF.

Speziell technische Entwicklungen haben Einfluss auf meine Arbeit: Künstliche Intelligenz, virtuelle Realität, Quantencomputer, Big Data, IT-Sicherheit und Cyber sind einige der Begriffe, die aktuell von der Wissenschaft vorangetrieben werden und mich zumindest indirekt im Alltag beeinflussen.

Andere hochaktuelle Themen wie der Klimawandel und seine Folgen, aber natürlich auch Wege wie wir künftig Landwirtschaft betreiben oder wohnen können haben Einfluss auf meinen Alltag.

Wie lautet Ihre Frage für die Wissenschaft und wie ist sie entstanden?

„Wie lassen sich Desinformation, Geschichtsverfälschung und Propaganda wirksam bekämpfen oder verhindern?

Als Softwareentwickler habe ich ein gewisses Interesse und Verständnis dafür, welche Bedeutung vor allem „neue“, digitale Medien in dieser Fragestellung haben. Desinformation und Propaganda können über sie besonders schnell und breitflächig, aber auch gezielt individuell betrieben werden. Für Geschichtsverfälschung reicht das meiner Meinung nach aber noch nicht.

Die zwei Jahre der Pandemie haben viele „besondere Blüten“ hervorgebracht. Aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, aus den unterschiedlichen Krisen heraus und letztlich gipfelnd in dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine, sind mir so viele negative Entwicklungen bekannt geworden, dass dies eine bedeutsame Fragestellung für die Wissenschaft sein sollte.

Beispiele: Entstehung der Pandemie, Querdenker und Verschwörungstheorien bzgl. Impfstoffe und Schutzmaßnahmen, Verfälschung der Entstehungsgeschichte der Ukraine.

Hat es jemals zuvor so viele „nachgelagerte“ Instanzen gegeben, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Wahrheit von Fake News zu trennen?

Was motiviert Sie dazu, sich am Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! zu beteiligen?

Gerade eine Wissenschaft, die im Dialog mit der Gesellschaft nach Erkenntnissen und Fortschritt sucht, gibt mir die Hoffnung, z. B. in meiner Fragestellung einen wirksamen Weg zur Verbesserung der Lage beschrieben zu bekommen.

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, Bürgerinnen und Bürger an der Wissenschaft zu beteiligen?

Wenn Wissenschaft nur im Elfenbeinturm stattfindet, besteht die Gefahr, dass das Wissen zu einer elitären Dekadenz verkommt und Forschung nur nach monetären, elitären Aspekten oder einfach an der Gesellschaft vorbei betrieben wird.

Erkenntnisse werden brauchbarer, verständlicher und vermutlich auch interdisziplinär einsetzbar.

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