Lebenszyklus
einer Frage im IdeenLauf

1. Frage einreichen

Im Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! sind Sie als Bürgerin oder Bürger aufgerufen, Ihre Frage für die Wissenschaft zu stellen. Um Ihre Frage einzureichen, haben Sie folgende digitalen und analogen Möglichkeiten:

  1. Den Chatbot auf der Website des Wissenschaftsjahres 2022. Dahinter steckt eine Anwendung, die Sie wie in einer schriftlich geführten Unterhaltung durch die Frageneinreichung leitet
  2. Ein klassisches Eingabeformular, ebenfalls auf der Website des Wissenschaftsjahres 2022
  3. Die Fragenkarte, die auf ausgewählten Veranstaltungen ausliegt und bestellt werden kann 

Alle Fragen, die ab dem 14. Januar bis zum 15. April 2022 über einen dieser drei Wege eingehen, fließen in den IdeenLauf ein.

 

2. Eigene Frage bestätigen und andere Fragen bewerten

Nachdem Sie Ihre Frage für die Wissenschaft eingereicht haben, erhalten Sie eine E-Mail mit einem Link, über den Sie Ihre Frage bestätigen. Im Anschluss daran wird Ihnen eine zufällige Auswahl zehn bereits eingereichter Fragen anderer Teilnehmerinnen und Teilnehmer angezeigt, die Sie bewerten können. Pro Monat können Sie jeweils zehn Bewertungen vergeben.
Durch die Bestätigung Ihrer Frage gelangen Sie automatisch in Ihr Online-Konto. Über das Konto haben Sie die Möglichkeit, jederzeit den Status Ihrer Frage einzusehen, andere Fragen zu sichten, zu markieren, zu kommentieren und zu bewerten.

 

3. Prüfung der Frage

Sobald Ihre Frage uns erreicht hat, geht sie durch ein Prüfverfahren. Welches Verfahren sie durchschreitet, entscheidet der Einreichungsweg: Fragen, die über den Chatbot eingehen, bekommt zunächst eine Künstliche Intelligenz (KI) zu sehen. Die KI markiert Fragen, in denen sie Anhaltspunkte für sexistische, rassistische, hetzerische oder anderweitig diskriminierende Inhalte erkennt. Ob die Frage tatsächlich einen Verstoß gegen die Richtlinien darstellt, entscheidet im Anschluss eine redaktionelle Prüfung.
Sollte Ihre Frage bereits in ähnlicher Form gestellt worden sein, zeigt die KI Ihnen eine entsprechende Auswahl an Fragen an. Wenn Sie der Einschätzung der KI zustimmen und finden, dass die Fragen inhaltlich übereinstimmen, können Sie Ihre Frage mit der oder den anderen zusammenzuführen. Ist das nicht der Fall, können Sie sie als neue Frage einreichen.

Fragen, die via Fragenkarte oder -formular eingereicht werden, gehen den direkten Weg über die Redaktion, die die Fragen auf anstößige Inhalte prüft.

 

4. Fragenauswahl und -sortierung

Im nächsten Schritt anschließend an den 15. April geht es darum, Fragen für den Clusterprozess zu identifizieren. Die große Anzahl eingereichter Fragen macht es unmöglich, alle Fragen gleichermaßen zu sichten. Welche Fragen weiterbearbeitet werden, entscheidet deshalb Ihre Bewertung und die der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ist Ihre Frage unter den pro Themenfeld rund 750 Fragen mit den besten Bewertungen, geht sie durch eine erneute (menschliche) Prüfung: Fragen, die sich inhaltlich wiederholen, werden zusammengefasst. Auf die freigewordenen Plätze rücken die Fragen mit den nächstbesten Bewertungen nach.

Auch wenn es für Ihre Frage im IdeenLauf nicht weitergehen sollte, muss der Weg hier noch nicht vorbei sein: Ausgewählte Fragen werden im Verlauf des Wissenschaftsjahres 2022 in unterschiedlichsten Formaten aufgegriffen, diskutiert und beantwortet. Bleiben Sie dran und folgen Sie Ihrer Frage!

 

5. Clusterkonferenz

Danach steht die Clusterkonferenz an. Hat Ihre Frage es bis zu diesem Punkt geschafft, wird sie gemeinsam mit den anderen Fragen von den Fachjurys zu sogenannten Clustern gebündelt: Sammlungen von Fragen, die innerhalb eines Themenfelds inhaltlich zusammenpassen. Jedes Cluster erhält eine übergeordnete Clusterfrage, die dessen Inhalt beschreibt und/oder eine besondere Relevanz für das Cluster hat. Aus den Diskussionen der Fachjurys und der Expertise einzelner Jurymitglieder entstehen außerdem erste Entwürfe der Clusterpapiere, die die Cluster beschreiben und in ihren fachlichen Kontext setzen.

 

6. Online-Konsultation

Die in der Clusterkonferenz entstandenen Clusterpapiere werden in einer Online-Konsultation zur Diskussion gestellt. Im ersten Teil der Online-Konsultation haben Sie wieder die Möglichkeit, sich einzubringen: Vier Wochen lang können Bürgerinnen und Bürger die Clusterpapiere kommentieren, bewerten und interessante Bezüge aufzeigen. Ziel ist es, neue Zukunftsfelder zu entwickeln – also Querschnittsthemen, die sich aus der Kombination von Clusterpapieren ergeben (Bsp.: „Gesundheit“ und „Mobilität“ wird zu „gesundheitsfördernder Mobilität“).
Im zweiten Teil der Online-Konsultation sichten und bewerten die Fachjurys in einem Zeitraum von zwei Wochen gemeinschaftlich die Ergebnisse. Die im öffentlichen Teil der Konsultation eingegangenen Kommentare werden nach zwei Kategorien sortiert:

  1. Kommentare, die mit dem Citizen Panel diskutiert werden sollen
  2. Kommentare, die von wissenschaftlicher Seite relevant sind und ins Ergebnispapier mit aufgenommen werden sollen

 

7. Nachbereitung der Online-Konsultation

Im Anschluss werden die Clusterpapiere aufgearbeitet und die Zukunftsfelder ausformuliert. Kommentare aus dem öffentlichen Konsultationsprozess, die als diskussionswürdig eingestuft wurden, werden in einem Workshop mit Fachjurys und Citizen Panel diskutiert. Auf Basis der Diskussion wird bis zum 24. September das Ergebnispapier, das Abschlussdokument zum IdeenLauf, fertiggestellt.

 

8. Ergebnispapier

Im Herbst 2022 ist es soweit: Die aufbereiteten Fragen für die Wissenschaft, darunter vielleicht auch Ihre, haben die letzte Station erreicht. Sie werden – den neuen Zukunftsfeldern zugeordnet – in Form des Ergebnispapiers an Politik und Forschung übergeben.

 

9. Prüfung und Einbindung des Ergebnispapiers

Das Ergebnispapier kann von Wissenschaft und Politik vielfältig aufgegriffen werden: z.B. kann es als „Ideenspeicher“ dienen, Anreize für politische Fördermaßnahmen geben und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Innovations- und Forschungsstrategie der Bundesregierung bieten.

Mit der Übergabe des Ergebnispapiers im Herbst 2022 an Politik und Forschung beginnt die Prüfung der möglichen Umsetzungen des Inputs der Bürgerinnen und Bürger. Das Ergebnis dieser Prüfung soll im Frühjahr 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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