Förder-
projekte

Im Wissenschaftsjahr 2022 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Vielzahl an Projekten, die sich dem Austausch zwischen Bevölkerung und Wissenschaft widmen. Ganz getreu dem Motto des aktuellen Wissenschaftsjahres passiert dabei vor allem eins: Es wird nachgefragt! Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen sind eingeladen, in interaktiven Veranstaltungen ihrer Neugier freien Lauf zu lassen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die einzelnen Projekte.

MS Wissenschaft
– Nachgefragt!

Wissenschaft zum Anfassen – das bietet die MS Wissenschaft an Bord eines umgebauten Frachtschiffes, das im Wissenschaftsjahr 2022 an vielen Stationen in Deutschland anlegen wird. Die Ausstellung „Nachgefragt!“ vermittelt interaktiv, wie Wissenschaft funktioniert und wie es „hinter den Kulissen“ zugeht. Ihre Fragen für die Wissenschaft dürfen die Besucherinnen und Besucher dabei selbstverständlich auch einreichen.

Nachgefragt bei Sophie & Co.

Sophie und ihr Begleittier, die Eule, sind Comicfiguren, denen Bürgerinnen und Bürger unkompliziert ihre wissenschaftlichen Fragen zu jeglichen Themen stellen können. Als Förderprojekt des Wissenschaftsjahres 2022 – Nachgefragt! möchte „Nachgefragt bei Sophie & Co.“ für die Wissenschaft begeistern und zum Mitdenken anregen. Entwickelt wurde das Projekt von der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Land gefragt! – Wissen ländlicher Räume im Dialog (LaWiDi)

Etwa 32 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung lebt derzeit in ländlichen Räumen, die Zentren Wissenschaft und Forschung befinden sich dagegen meist in Großstädten. Das Projekt „LAND GEFRAGT! – WISSEN LÄNDLICHER RÄUME IM DIALOG“ von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf will Menschen in ländlichen Räumen in ihren Möglichkeiten der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Partizipation stärken.

Und was kommt dann? Kinder erzählen
Klimageschichten

Kreativität, Innovation und Mut sind wichtig – auch beim Umgang mit dem Klimawandel. Mit „Und was kommt dann? Kinder erzählen Klimageschichten“ unternehmen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer „Heldenreisen“, entwickeln eine bestehende Arktisgeschichte oder erzählen sie gänzlich neu. Das Projekt ist eine Initiative des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung.

Ocean Future Lab (OFL)

Die Meere gehen uns alle etwas an: Das ist die Botschaft, die das „Ocean Future Lab“ vermitteln möchte. Bürgerinnen und Bürger sollen dazu motiviert werden, sich kreativ und konstruktiv mit der Frage auseinanderzusetzen, wie wir heute und in Zukunft mit den Ozeanen umgehen wollen. Initiatoren des Projekts sind unter anderem die Deutsche Allianz Meeresforschung und das Institute for Art and Innovation.

Wissenschaft kontrovers

Wir müssen reden! „Wissenschaft kontrovers“ veranstaltet deutschlandweit Dialogveranstaltungen zu Themen, die in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik besonders intensiv diskutiert werden: Gentechnik oder Künstliche Intelligenz zum Beispiel. Ziel der Austausche sind nicht einfache Lösungen – sondern gegenseitiges Verständnis. Veranstalter des Förderprojekts im Wissenschaftsjahr 2022 ist Wissenschaft im Dialog.

Wünsche an Morgen

Welche Zukunft wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum? Darum geht es bei „Wünsche an Morgen“ (WuM), einem Projekt, dessen Ziel es ist, durch künstlerische Interventionen an alltäglichen Orten – dem Supermarkt, dem Friseursalon oder der Bäckerei um die Ecke – die Neugier der Bevölkerung zu wecken und sie in den Dialog mit wissenschaftlichen Themen treten zu lassen. WuM ist eine Kooperation der YOUSE GmbH mit Studio Stefan Schwabe und Jannis Hülsen.

POP-UP-WISSEN – Wissen schafft Dialog

Wie funktioniert Wissenschaft? Das will „POP-UP-WISSEN – Wissen schafft Dialog“ den Bürgerinnen und Bürgern in Dresden und Weißwasser vermitteln. In WISSENsläden, an WISSENSorten und im WISSENSnetz werden Fragen beantwortet und gemeinsam Zukunftsthemen entdeckt. Das Projekt geht auf eine Initiative der TU Dresden und lokaler Projektpartner zurück.

Nachgefragt! Science-Seeing-Touren durch Wissenschaftsstädte

Wissenschaft ist überall! Diese Devise verfolgen die digitalen und analogen Science-Seeing-Touren. Sie vermitteln den Bürgerinnen und Bürgern auf spielerische Art und Weise Antworten und Lösungsvorschläge zu ihren Fragen – mitten in ihrem Lebensumfeld. So wird Wissenschaft beim Spazierengehen erlebbar. Organisatoren des Projekts sind Bielefeld Marketing und science2public.

Fragen an KollegIn KI

Die Erwartungen an Künstliche Intelligenz (KI) sind hoch, gleichzeitig begegnen ihr viele Menschen mit Vorsicht oder Skepsis. Das Förderprojekt der Universität Stuttgart möchte die offenen Fragen an „KollegIn KI“ sammeln und öffentlich mit Bürgerinnen und Bürgern, Forschenden und Studierenden debattieren. Die eigens programmierte KI „Sophie“ wird den einberufenen Bürgerrat bei der Moderation unterstützen.

Geowissenschaftliche Landpartie: Wasser, Boden, Mensch – was passiert im ländlichen Raum?

Für die Menschen auf dem Land sind Transformationsprozesse rund um Klimawandel und Biodiversitätsverlust ein großes Thema. Genau dort veranstaltet „Geowissenschaftliche Landpartie“ Dialogveranstaltungen: Bürgerinnen und Bürger sollen in Forschungsfragen einbezogen und dazu ermuntert und befähigt werden, an öffentlichen Diskursen zu geowissenschaftlichen Themen teilzunehmen.

Aller Anfang ist…?

Im Projekt „Aller Anfang ist…? Ankommen multiperspektivisch – Schüler:innen forschen nach“ des Leibniz-Zentrums Moderner Orient (ZMO) werden Schülerinnen und Schüler aktiv am Forschungsprozess beteiligt. In Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zum Thema „Ankommen“ erkunden sie die politischen und gesellschaftlichen Umstände ihrer Gegenüber – und lernen, wie sozialwissenschaftliche Forschung aussehen kann.

enorM – Lernen von (ÜBER)MORGEN

Wer könnte die Debatte über zukünftige Formen des Lernens besser gestalten als Schülerinnen und Schüler selbst? Das Projekt „enorM – Lernen von (ÜBER)MORGEN“ vom DIPF, dem Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, möchte die Fragen und Ideen der jungen Lernenden aufgreifen, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts diskutieren und als Impulse für Politik und Forschung nutzen.

FragFritzi!

Was steht einer Kreislaufwirtschaft im Weg und wo kann ich Kreisläufe schließen? Das interaktive Planspiel „FragFritzi! Mit dem E-Cargobike unterwegs für eine partizipative Diskussion zur Kreislaufwirtschaft“ gibt Bürgerinnen und Bürgern, Schülerinnen und Schülern sowie Forschenden eine Einführung in das Thema Kreislaufwirtschaft. Der begehbare Spielplan zeigt Herausforderungen auf und lädt zum Diskutieren und Entwickeln von Lösungen ein. Das Projekt wird von der Technischen Universität Clausthal durchgeführt.

ZUKUNFTSDIALOGE Wissenschaft x Kunst x Gesellschaft

Große Herausforderungen wie die Klimakrise können wir nur gemeinsam bewältigen. „ZUKUNFTSDIALOGE – Wissenschaft x Kunst x Gesellschaft“ bietet deshalb Räume für einen breiten, ergebnisoffenen Austausch: Wie sieht unsere Zukunft aus, wenn der bisherige Weg in die ökologische Katastrophe führt? Welches Wissen haben wir über Wege in eine andere Zukunft? Und: Was können Wissenschaft und Kunst dafür leisten? Initiator des Projekts ist UniKasselTransfer.

Kinder wollen’s wissen

Erde, Umwelt, Technik: Kinder haben viele Fragen. Die Möglichkeit, sie direkt an Forschende zu stellen, gibt ihnen das Förderprojekt „Kinder wollen’s wissen – Ferienprogramm und Podcast im Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!“. Kinder erlernen Interviewtechniken und Erzählmethoden und Forschende werden darin geschult, ihr Wissen kreativ und niedrigschwellig zu vermitteln. Durchgeführt wird das Projekt vom Haus der Wissenschaft Braunschweig.

Vitapolis – Wie wollen wir leben?

Auf der ganzen Welt zieht es die Menschen in die Städte. „Vitapolis – Wie wollen wir leben?“ beschäftigt sich mit der Frage, wie der urbane Raum in Zukunft gestaltet werden soll, um Ziele wie etwa bezahlbares Wohnen, nachhaltige Mobilität und Energiewende zu erreichen. Wie das aussehen könnte, wird im Livestream per Städtebau-Simulator modelliert und gleichzeitig gemeinsam diskutiert. Das Haus der Wissenschaft Braunschweig organisiert das Projekt.

Wissenschaft ist
Spurensuche –
Mikroexpeditionen zum Klimawandel

In Anlehnung an Forschungsexpeditionen großer Entdeckerinnen und Entdecker laden die vom Fraunhofer UMSICHT und der Folkwang Universität der Künste organisierten Mikroexpeditionen die Bevölkerung dazu ein, die Folgen des Klimawandels direkt vor der eigenen Haustür zu erforschen. Im Nachgang bietet eine Online-Tea-Time den Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

OpenGeoResearch –
Klima, Umwelt, Stadt

Impulse für Wissenschaft und Forschung setzen und Antworten auf Fragen finden, die sich Bürgerinnen und Bürger unterwegs in ihrer Stadt, ihrem Dorf oder draußen in der freien Natur stellen: Das macht das Projekt „OpenGeoResearch – Klima, Umwelt, Stadt“ der RWTH Aachen University möglich. Über eine App werden raumbezogene Fragen gepostet – Community und Expertinnen und Experten antworten! Die Themen reichen dabei von Geografie, Natur und Klima bis hin zu Stadtplanung.

Denk mit! Sprich mit! Mach mit!

Das Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! ruft alle zum Fragenstellen auf –natürlich auch Jugendliche. Mit „Denk mit! Sprich mit! Mach mit!“ will das Goethe-Institut insbesondere Jugendliche mit Migrationsbiografie für Wissenschaft begeistern und sie dazu animieren, ihren eigenen Fragen auf die Spur zu kommen, um so die Wissenschaftskommunikation und die Forschungsziele der Zukunft mitzugestalten.

NaDiA – Nachgefragt! Digital im
Alter, aber wie?

Die Digitalisierung ist ein wichtiger Treiber für Wandel und Innovation – aber sie bringt auch mit sich, dass etwa ältere Bürgerinnen und Bürger mit geringer Digitalkompetenz außen vor bleiben. Mit dem Projekt „NaDiA – Nachgefragt! Digital im Alter, aber wie?“ wollen die Hochschule Düsseldorf und der Caritasverband Düsseldorf ältere Erwachsene zu Fragen rund um die Themen Digitalisierung und digitale Medien anregen und sie mit der Forschung in einen Dialog bringen.

what the FAQ, informatik?

Welche informatikbezogenen Fragen treiben Jugendliche um? Darum geht es bei „FAQinf“, einem gemeinsamen Projekt der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI. Ziel ist es, Fragen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen an die Informatik zu sammeln und zu beantworten – dabei stehen insbesondere junge Menschen im Fokus, die wenig Zugang zu informatischer Bildung haben.

Hochschulwettbewerb

Bürgerinnen und Bürger profitieren nicht nur von konkreten Forschungsergebnissen – durch das Einbringen ihrer Wünsche und Perspektiven in die Wissenschaft können sie auch dazu beitragen, gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Der Hochschulwettbewerb von Wissenschaft im Dialog (WiD) setzt genau hier an und bietet jungen Forschenden die Gelegenheit, mit dem Dreischritt „Idee entwickeln – Preis gewinnen – Idee umsetzen“ ihre Projekte umzusetzen. Dabei binden sie die Bevölkerung aktiv in ihre Forschung ein und schlagen so eine Brücke zwischen Gesellschaft und Wissenschaft.

I’m a Scientist

Das Onlineangebot „I’m a Scientist“ von Wissenschaft im Dialog (WiD) bietet Schülerinnen und Schülern ab der 5. Klasse die Möglichkeit, über einen Live-Chat oder eine Fragerubrik unmittelbar mit Forschenden in den Dialog zu treten. Neben Fragen zu Forschung und Berufsalltag können auch persönliche Fragen zu Hobbys oder Lieblingsessen gestellt werden. Von der gemeinschaftlichen Plattform profitieren beide Seiten: Die einen stillen ihre Neugier, die anderen lernen, ihre Arbeit an ein Publikum – und den potenziellen Nachwuchs – zu kommunizieren.

SchulKinoWochen 2022

Das Medium Film als Informationsträger wissenschaftlicher und forschungsrelevanter Inhalte: Das ist das Ziel der SchulKinoWochen 2022, die sich dem Ziel kultureller Jugendbildung gewidmet haben. Mit dem Programm zum Wissenschaftsjahr 2022 erhalten Schüler*innen die Gelegenheit, im Anschluss an eine Filmsichtung im Kino mit einem*r Forscher*in ins Gespräch zu kommen.

„Heimspiel Wissenschaft“

Die Wissenschaft im ländlichen Raum stärker sichtbar machen und so die wissenschaftliche Kommunikation weiterentwickeln, das ist das Ziel von „Heimspiel Wissenschaft“. Dafür kehren Forscherinnen und Forscher in ländliche Gemeinden, mit denen sie persönlich verbunden sind, zurück und stellen dort ihre Arbeit vor. Durch den Austausch sollen sowohl die Forschenden als auch die Bürgerinnen und Bürger wechselseitig neue Einsichten gewinnen.

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