Forschung für neue Verhütungsmethoden erhält Förderung

Einleitung

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert vier Verbünde, die Ansätze für neue Verhütungsmittel oder bestehende Optionen entwickeln. Ziel ist eine zuverlässige und sichere Familienplanung für alle Geschlechter.

BMFTR fördert Forschung zu neuen Verhütungsmethoden

Anfang Februar starteten vier interdisziplinäre Forschungsteams ihre Arbeit zu neuen Verhütungsmitteln oder bestehenden Optionen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert die Verbünde mit rund 12 Millionen Euro. Viele Frauen wünschen sich eine Alternative zu hormonellen Verhütungsmitteln, gleichzeitig möchten Männer Verantwortung bei der Familienplanung übernehmen. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär betonte daher, wie bedeutsam neue Verhütungsmittel für eine geschlechtersensible Medizin sowie sichere und zeitgemäße Familienplanung sind.

Neue Ansätze für neue Verhütungsmethoden

Drei der neuen Verbünde erforschen nicht-hormonelle Verhütungsmittel. Diese sollen zum Beispiel die Befruchtung verhindern oder den Transport von Spermien einschränken. Dabei kommen innovative Hemmstoffe zum Einsatz, die gezielt wirken und möglichst wenige Nebenwirkungen verursachen sollen.

Digitale Unterstützung in der Familienplanung

Zyklus-Apps können Nutzerinnen und Nutzern dabei helfen, den eigenen Zyklus und die Fruchtbarkeit besser zu verstehen. Ziel eines weiteren Verbundes ist es daher, bestehende Zyklus-Apps und Messsysteme auf ihre Eignung zur Verhütung zu testen und neue Biomarker zu erforschen, die das fruchtbare Fenster im Zyklus präziser und einfacher bestimmen sollen. Hieraus sollen sichere, nebenwirkungsfreie und leicht anwendbare digitale Methoden für die Natürliche Familienplanung entwickelt werden.

 

Die Auswahl der vier Forschungsverbünde traf ein interdisziplinär und international besetztes Gremium aus Expertinnen und Experten.

Weitere Informationen

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