Den eigenen digitalen Zwilling erschaffen

Das Projekt „Mein Zwilling, meine Regeln“ im Hochschulwettbewerb 2026

Einleitung

Bei einem Café denken die meisten Menschen zuerst an leckere Getränke, nette Gespräche und eine entspannte Zeit. Im Projekt „Mein Zwilling, meine Regeln – Ein Daten-Café zur Zukunft der Gesundheitsdaten“ gehört noch viel mehr dazu. Es lädt Bürgerinnen und Bürger dazu ein, auf öffentlichen Plätzen ihren persönlichen „Daten-Zwilling“ zu erstellen. Dabei stehen verschiedene Fragen im Mittelpunkt, zum Beispiel: Soll mein Zwilling meine Familie über Demenz-Vorzeichen informieren – auch gegen meinen Willen? Würde ich günstigere Krankenkassentarife akzeptieren, wenn mein Zwilling dafür meine Daten teilt?

Die Forschung voranbringen

Digitale Zwillinge von Patientinnen und Patienten versprechen, Krankheitsverläufe zu simulieren, Therapien zu personalisieren und Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen. Sie sind bereits in der Entwicklung. Dabei sollen die Menschen, für die sie gedacht sind, nicht außen vor bleiben. „Mein Zwilling, meine Regeln“ macht ethische und gesellschaftliche Fragen rund um dieses Thema erlebbar und lädt zum Austausch ein: Wer entscheidet über den Zugang zu Daten? Wer haftet bei Fehlprognosen? Die Perspektiven aus dem Projekt nutzen die Forschenden vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als empirische Grundlage für ihre Arbeit. Darüber hinaus werden sie in einem öffentlichen Kurzreport und in den sozialen Medien abgebildet.

Das Projekt „Mein Zwilling, meine Regeln“ erhielt als einer von zehn Gewinnern des Hochschulwettbewerbs im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft 10.000 Euro.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu „Mein Zwilling, meine Regeln“ finden Sie auf der Website des Hochschulwettbewerbs.