Wo Krankheit und Kreativität zusammenkommen

Das Projekt „Sepsis sichtbar machen“ im Hochschulwettbewerb 2026

Einleitung

Sepsis ist eine lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion. Organe können versagen, oft ist eine intensivmedizinische Behandlung nötig. Einer Sepsis vorzubeugen, sie früh zu erkennen und schnell zu therapieren, kann Leben retten. Dafür braucht es mehr Wissen und Aufmerksamkeit in der Bevölkerung.

Hier setzt das Projekt „Sepsis sichtbar machen“ an. In einem Street-Art-Workshop arbeiten Jugendliche mit Künstlerinnen und Künstlern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Forscherinnen und Forschern zusammen. Sie setzen sich altersgerecht mit dem Thema auseinander und bringen ihre Gedanken kreativ zum Ausdruck.

Neue Wege für ein schwieriges Thema

Viele Informationsangebote sprechen vor allem Menschen an, die bereits persönliche Erfahrungen mit Sepsis gemacht haben. Das Projekt geht bewusst einen anderen Weg. Der Zugang über Kunst senkt Hemmschwellen und spricht neue Zielgruppen an. Die Werke aus dem Workshop werden im öffentlichen Raum ausgestellt und erreichen so Menschen direkt in ihrem Alltag. Auf diese Weise trägt das Projekt langfristig dazu bei, die Aufmerksamkeit für die Erkrankung zu erhöhen.

Wer kann mitmachen?

Der Workshop richtet sich an Jugendliche ab 15 Jahren, steht aber auch älteren Interessierten offen. An der Umsetzung beteiligt sind Dr. med. Caroline Neumann, Intensivmedizinerin an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena, Dr. rer. nat. Margit Leitner, Biologin an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena, sowie die Künstler Marko Kurth und Michael Drosdek.

Das Projekt „Sepsis sichtbar machen“ erhielt als einer von zehn Gewinnern des Hochschulwettbewerbs im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft 10.000 Euro.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu „Sepsis sichtbar machen“ finden Sie auf der Website des Hochschulwettbewerbs.