Zelllinien für die nationale und die internationale Krebsforschung

Dr. Manuela Schüngel, Stabsstelle Presse und Kommunikation Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

Weltkrebstag 2026 – Gemeinsam einzigartig

Die Abteilung Menschliche und Tierische Zellkulturen des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH beherbergt über 750 humane und weitere tierische Krebs-Zelllinien, die sie Wissenschaffenden aus aller Welt für die Krebsforschung zur Verfügung stellt, informiert Abteilungsleiterin Prof. Dr. Laura Steenpaß. 

Der diesjährige Weltkrebstag am vierten Februar steht unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“. Damit kommt zum Ausdruck, dass jede krebskranke Person und auch jeder Tumor seine eigenen Mutationen und Verä

Die von der Abteilung Menschliche und Tierische Zellkulturen des Leibniz-Instituts DSMZ zur Verfügung gestellten Krebs-Zelllinien dienen der Grundlagenforschung und finden in der klinischen Forschung Verwendung. Krebs-Zelllinien werden von den Tumorzellen von Krebspatientinnen und Krebspatienten etabliert, wachsen unbegrenzt in der Zellkultur, lassen sich eingefroren aufbewahren und behalten ihre wesentlichen Eigenschaften bei. Somit stellen sie wertvolle Modelle zur Erforschung der jeweiligen Tumorentität dar, lassen sich weltweit versenden und unabhängig untersuchen. 

Innerhalb der Vielzahl an Tumorentitäten hat die DSMZ die weltweit größte Sammlung an Leukämie- und Lymphom Zelllinien, die sie für Forschende zur Verfügung stellt. Von dieser Tumorgruppe wurden bereits 100 Zelllinien sequenziert und charakterisiert. Weiterhin wurden kürzlich alle Brustkrebs-Zelllinien der DSMZ ausführlich analysiert und beschrieben. Details zu den verfügbaren Zelllinien sind in der frei zugänglichen Datenbank DSMZCellDive abrufbar. 

Neben der Tätigkeit als Zellbank werden diese Zelllinien an der DSMZ auch für die Forschung an verschiedenen Tumorentitäten verwendet. Weitere Informationen zu den Forschungsschwerpunkten finden Sie hier.

DSMZ-Pressekontakt

PhDr. Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Tel.: 0531/2616-300
E-Mail: mailto:press[at]dsmz.de

Über das Leibniz-Institut DSMZ

Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 92.500 Bioressourcen und hat fast 230 Beschäftigte. Mehr unter https://www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Die Leibniz-Institute unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 21.400 Personen, darunter 12.170 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Finanzvolumen liegt bei 2,3 Milliarden Euro. Mehr unter https://www.leibniz-gemeinschaft.de

Hinweis

Diese Meldung wurde in Kooperation mit dem Informationsdienst Wissenschaft (idw) veröffentlicht.