Ewiges Leben – Mythos oder wissenschaftlich plausibel? Im Oktober widmen wir uns dem Thema Longevity – gesund leben und altern. Finde bei der Challenge #LongevityFacts selbst heraus, was wissenschaftlich belegt ist und was nicht.
Challenge: Longevity – Gesund leben und altern im Oktober
Mach mit bei der Challenge #LongevityFacts!
Wie lange würden Sie leben wollen, wenn Sie es sich aussuchen könnten? 100 Jahre? 200 Jahre? Länger? Wissenschaftlich gesehen sind wir nicht in der Lage, unser Leben beliebig zu verlängern. Doch die Forschung versteht immer besser, was unser Altern beeinflusst – und damit auch, welche Möglichkeiten es gibt, länger gesund zu leben.
„Longevity“ (auf Deutsch: Langlebigkeit) ist dabei kein wissenschaftlich klar abgegrenzter Begriff. Er umfasst neben wissenschaftlich fundierten Ansätzen auch Methoden der Selbstoptimierung, die insbesondere in sozialen Medien verbreitet werden. Dazu kommen kommerzielle Angebote und Versprechen rund um ein längeres Leben. Ziel der Alternsforschung jedoch ist nicht die ewige Jugend, sondern eine möglichst lange Gesundheitsspanne – also möglichst viele Jahre bei guter Gesundheit und Lebensqualität zu verbringen.
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für chronische Erkrankungen, zum Beispiel Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen oder auch Krebs. Teilweise treten mehrere Krankheiten gleichzeitig auf, was die Gesundheit zusätzlich belasten und Behandlungen erschweren kann.
Die Alternsforschung möchte besser verstehen, warum wir altern und welche Prozesse dabei eine Rolle spielen. Auf dieser Grundlage will sie personalisierte Maßnahmen entwickeln, um altersbedingte Erkrankungen zu verhindern oder mindestens einzuschränken. Dazu untersucht sie Ursachen und Mechanismen des Älterwerdens. Neben biologischen Prozessen gehören dazu auch äußerliche Einflüsse wie die Lebenssituation oder Umweltbedingungen.
Davon profitiert nicht nur jeder und jede Einzelne, sondern auch die Gesellschaft. Denn wir werden immer älter – und auch altersbedingte Erkrankungen werden immer häufiger. Gezielte und effektive Vorsorge kann dazu beitragen, die Entstehung solcher Erkrankungen zu verhindern oder zu verzögern. So kann sie auch unser Gesundheitssystem entscheidend entlasten.
Challenge: #LongevityFacts
Zum Thema Longevity kursieren insbesondere in den sozialen Medien zahlreiche Infos. Dabei ist es wichtig, zwischen Fakt und Mythos zu unterscheiden – zum Beispiel mit der Challenge #LongevityFacts.
Und so geht’s:
Suche eine Information zum Thema Longevity heraus oder nimm eine Information, die dir schon einmal begegnet ist.
Überprüfe anhand wissenschaftlicher Quellen, ob die Information belegt ist oder ob es sich um einen Mythos handelt.
Poste die wissenschaftlich korrekte Information mit dem Hashtag #LongevityFacts auf Social Media.
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Alternsforschung findet in vielen Bereichen statt, zum Beispiel in der Biomedizin, der Gesundheitsforschung auf Bevölkerungsebene, den Sozialwissenschaften und der Technik. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert Forschung über alle Bereiche hinweg.
Zu den geförderten Institutionen gehören das Max-Planck-Institut für Biologie des Alternsund das Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI – Fritz-Lipmann-Institut). Dort untersuchen Forschende die molekularen und zellulären Mechanismen des menschlichen Alterns sowie deren Zusammenhang mit altersassoziierten Erkrankungen.
Die Fördermaßnahme„Stärkung der Forschung in der Geriatrie und Gerontologie“ unterstützt die Einrichtung von Professuren und Nachwuchsgruppen. Die geförderten Forschungsprojekte nehmen die unterschiedlichen Bedürfnisse von älteren Menschen in der Versorgung in den Blick. Ziel ist es, ihnen eine möglichst gute Gesundheit und ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Auch mit der Fördermaßnahme „Stärkung der Pflegeforschung“ unterstützt das BMFTR gezielt Professuren, wissenschaftliche Nachwuchsgruppen und Forschungsprojekte, um die Pflegeforschung in Deutschland zu verbessern.
Im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs startete das BMFTR außerdem die Förderrichtlinie „Alter und Krebs“. Sie nimmt den Zusammenhang des Alterns und der Entstehung sowie Entwicklung von Krebserkrankungen in den Blick. Die Zunahme von Krebserkrankungen im Alter ist weitgehend bekannt, medizinisch aber bisher wenig untersucht. Mit der Förderrichtlinie stärkt das BMFTR die Entwicklung effektiver Maßnahmen zur Vorsorge, Früherkennung und Behandlung.