HPV steht für Humane Papillomviren – eine Gruppe von Viren, die vor allem durch engen Haut- und Schleimhautkontakt übertragen werden, häufig schon beim ersten Sexualkontakt. Die meisten Infektionen bleiben unbemerkt und heilen von selbst aus.
Bleibt das Virus jedoch dauerhaft im Körper, kann es zu Zellveränderungen kommen, aus denen sich oft erst nach zwanzig bis dreißig Jahren Krebs entwickeln kann. HPV verursacht nicht nur Gebärmutterhalskrebs, sondern steht auch mit Tumoren im Mund- und Rachenraum, Analkarzinomen sowie weiteren HPV-assoziierten Krebsarten in Zusammenhang.
In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 4.540 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Bei neu registrierten Mund-Rachen-Tumoren sind 35–45 % durch HPV verursacht, Tendenz steigend. Insgesamt gehen etwa 2 % (oder in absoluten Zahlen 10.000 Fälle) aller Krebserkrankungen auf HPV zurück.
