Mit einem fulminanten Konzert ist die Reihe „Noten und Neuronen: Musik für die Gehirngesundheit“ des gleichnamigen Förderprojekts im Wissenschaftsjahr 2026 gestartet. Die Veranstaltungsserie geht noch bis Dezember. Nächste Spielstätte ist Bonn im Oktober.
Musik trifft Hirnforschung
Auftakt der Reihe „Noten und Neuronen“ in der Kölner Philharmonie
Einleitung
Die knapp dreistündige Veranstaltung verknüpfte Hirnforschung mit einer musikalischen Zeitreise: von Beethoven über AC/DC bis zu den Film-Scores von John Williams und Hans Zimmer. Als emotionaler Höhepunkt trat die Kultband Bläck Fööss auf, unterstützt vom Chor des Universitätsklinikums Bonn, dem Projektorchester und den Dudelsäcken der „Rhine Power Pipe Band“. Eine Band aus Studierenden der Hochschule für Musik und Tanz Köln lieferte immer wieder eine mitreißende musikalische Begleitung. Ein Ensemble des Gürzenich Orchesters interpretierte Mozart, Grieg und Bach. Und letztlich verabschiedete Puccinis Arie „Nessun dorma“ die rund 2.000 Besucherinnen und Besucher in die Nacht.
Lightshow und Live Experiment
Musik als Gemeinschaftserlebnis stand mehrfach im Mittelpunkt des Konzerts: Das Publikum sang, klatschte im Takt und erzeugte mit leuchtenden Handys eine Lightshow. Über eine spezielle App verwandelten sich die Smartphones auch zu „Forschungsinstrumenten“, mit denen die Besucherinnen und Besucher an einem Live-Experiment teilnehmen konnten. Die zentrale Frage war dabei: Wie wirken musikalisch ausgelöste Emotionen auf das Gedächtnis?
Aha Momente: Wissenschaft zu Musik und Gehirn
Die neurowissenschaftlichen Aha-Momente kamen nicht zu kurz: Fachleute aus der Hirnforschung sprachen über die Wirkung von Musik auf unser Denkorgan – und darüber, wie sie zur Gehirngesundheit beitragen kann. Das Publikum erfuhr auch, dass ein 7-Tesla-Hirnscanner ähnlich tief in unseren Kopf hinschauen kann wie das berühmte James-Webb-Weltraumteleskop in die Weiten des Alls. Außerdem erlebte es ein Exemplar der weltweiten ersten mobilen Hirnscanners im Einsatz und sah Aufnahmen des Gehirns von Bläck Fööss-Sänger Pit Hupperten.