Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt. Die Woche der Demenz und der Welt-Alzheimertag im September rücken Erkrankungen des Nervensystems sowie die wichtige Rolle von Forschung und Prävention in den Fokus. Auch im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft steht das Thema in diesem Monat im Mittelpunkt.
Woche der Demenz: Gemeinsam Aufmerksamkeit schaffen
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Vom 21. bis 27. September 2026 findet die Woche der Demenz statt. Unter dem Motto „Demenz - (k)eine Frage des Alters“ macht sie auf die Lebenssituation von Menschen mit Demenzerkrankungen sowie die Herausforderungen im Umgang damit aufmerksam. Der Welt-Alzheimertag am 21. September erinnert zudem seit 1994 weltweit an die Bedeutung des Themas. Im Wissenschaftsjahr rufen wir aus diesem Anlass zur Challenge #MachsMitLinks auf.
Neurodegeneration: Was Demenz im Gehirn auslöst
Demenzerkrankungen zählen zu den neurodegenerativen Erkrankungen. Dabei handelt es sich um Erkrankungen des Nervensystems, die mit einem Verlust von Nervenzellen (Neuronen) und darauffolgenden kognitiven Einschränkungen einhergehen. Alzheimer ist eine Form der Demenz und die häufigste neurodegenerative Erkrankung.
Aktuelle Zahlen und Entwicklungen
Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt kontinuierlich. Bereits heute sind rund sieben Millionen Menschen in Europa und etwa 1,6 Millionen Menschen in Deutschland an Alzheimer erkrankt. Aufgrund des demographischen Wandels wird die Zahl der Betroffenen weiter zunehmen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2024 insgesamt 61.927 Sterbefälle auf eine Demenzerkrankung zurückzuführen, was einen Anstieg von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Besonders bei Frauen gehören Demenzerkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. Mehr dazu erfahren Sie auf der Website des Statistischen Bundesamts.
Forschungsinitiativen zu neurodegenerativen Erkrankungen
Die Ursachen der Alzheimer-Krankheit und vieler weiterer Demenzerkrankungen sind noch nicht vollständig geklärt. In Deutschland und Europa widmen sich zahlreiche Einrichtungen und Forschungsprogramme der Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen. Darunter sind unter anderem das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), das EU Joint Programme – Neurodegenerative Erkrankungen (JPND) sowie die Europäische Partnerschaft zur Gesundheit des Gehirns (EP BrainHealth).