Wer pflegt in Deutschland eigentlich alles so? Mehr Menschen als wir vielleicht denken. Denn häufig sind sie nicht sichtbar. Deswegen geht es bei uns im August um sie und ihre Leistung. Stell auch du Pflegende in den Mittelpunkt mit unserer Challenge #WerPflegt.
Challenge: Pflege im August
Mach mit bei der Challenge #WerPflegt!
Hättest du gedacht, dass rund 86 Prozent der Frauen und etwa 73 Prozent der Männer vor ihrem Tod pflegebedürftig sind? Die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Laufe unseres Lebens selbst Pflege brauchen, ist also hoch. Zudem steigt die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland durch unsere alternde Gesellschaft immer weiter an. Pflegefachkräfte und pflegende Angehörige kümmern sich jeden Tag mit großem Engagement darum, dass sie gut versorgt sind – in Akutkrankenhäusern und Reha-Einrichtungen, in der stationären und ambulanten Altenpflege sowie im eigenen Haushalt.
In Zukunft werden aber mehrere hunderttausend Pflegekräfte fehlen. Das erhöht den Druck auf die verbleibenden Fachkräfte und Angehörige. Neue Technologien können sie entlasten und die Lebensqualität von Pflegebedürftigen verbessern. Dafür müssen die Anwendungen nahtlos in die pflegerischen Prozesse eingebunden sein. Deswegen gilt es jetzt, Sensorik, Robotik und virtuelle Realität in den Pflegealltag zu bringen und in der Praxis zu erproben.
Challenge: #WerPflegt
Dass Technologien die Arbeit von Menschen nicht ersetzen können, darüber lässt sich wohl kaum streiten. Und diese Arbeit verdient Anerkennung. Rücken wir sie also ins Rampenlicht!
Und so geht’s:
Kennst du eine pflegende Person – egal ob Pflegefachkraft oder Angehörige? Dann mach ein Foto von ihr.
Poste das Foto auf Social Media mit dem Hashtag #WerPflegt.
Wahlweise kannst du die Caption um eine Dankesbotschaft an diese Person erweitern.
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Mit der Initiative „Pflegeinnovationen 2030“ fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Erforschung und Entwicklung neuer Pflegetechnologien. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag, dass sich die Pflege in Deutschland auch in Zukunft gut und bedarfsgerecht gestalten lässt. 2017 startete das Cluster „Zukunft der Pflege“, das soziale und technische Innovationen zusammenbringt. Forschung, Wirtschaft und Pflegepraxis arbeiten gemeinsam mit Anwenderinnen und Anwendern an neuen Produkten, die den Pflegealltag in Deutschland erleichtern und verbessern sollen. Als erster Baustein des Pflegeclusters nahm im Juni 2017 ein bisher in Deutschland einmaliges Pflegeinnovationszentrum (PIZ) seine Arbeit auf. Hier erforschen Ingenieurinnen und Ingenieure gemeinsam mit Pflegewissenschaftlerinnen und Pflegewissenschaftlern neue Technologien. Seit Anfang 2018 gibt es die Pflegepraxiszentren (PPZ) in Berlin, Freiburg, Hannover und Nürnberg, die neue Pflegetechnologien im pflegerischen Alltag erproben.
Neben dem Cluster hat das BMFTR im Förderbereich „Medizintechnik und Gesundheitstechnologien“ in den vergangenen Jahren eine Vielzahl zusätzlicher Fördermaßnahmen mit Pflegebezug ins Leben gerufen:
Robotische Systeme in der Pflege (RoboPflege, 2020-2023): Diese Fördermaßnahme brachte Pflegepraxis und Robotik-Forschung zusammen, um hilfreiche Technik für den Pflegealltag zu entwickeln. Eine Förderung erhielten Verbundprojekte, die ihre Ideen direkt im Pflegealltag testeten – vom Roboterarm, der beim Heben und Greifen unterstützt, bis zum menschlichen Roboter, der Pflegekräfte im Alltag begleitet.
Repositorien und KI-Systeme im Pflegealltag nutzbar machen (KIP, 2022-2025): Ziel war es, Künstliche Intelligenz zu einer echten Stütze im Pflegealltag zu machen. Gefördert wurden KI-Anwendungen, die Pflegekräfte und pflegende Angehörige entlasten und zugleich die Selbstbestimmung und Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen stärken.
Technologiegestützte Innovationen für Sorgegemeinschaften zur Verbesserung der Lebensqualität und Gesundheit informell Pflegender (PAZ): Gefördert wurden interaktive Technologien, die pflegende Angehörige dabei unterstützen, eigene Kräfte und die ihres Umfelds besser zu nutzen und gut für sich selbst zu sorgen. Das Ziel: die Lebensqualität dieser Menschen unabhängig vom Wohnort spürbar zu verbessern.
Innovationsregion für digitale Transformation von Pflege und Gesundheitsversorgung (TPG): Diese Fördermaßnahme verbindet zwei Ziele: Sie treibt den Strukturwandel des mitteldeutschen Kohlereviers voran und verbessert die Gesundheitsversorgung vor Ort. Gleichzeitig sollen digitale Lösungen Pflegekräfte entlasten. So soll ein Zentrum für digitale Pflege und Gesundheit entstehen – mit neuen Unternehmen, Start-ups und hochwertigen Arbeitsplätzen.