Die besten Krankheiten sind die, die wir gar nicht erst bekommen. Im Mai geht es deswegen um ausgewogene Ernährung, Bewegung und vieles mehr, das uns dabei hilft, gesund zu bleiben. Dabei legen wir einen besonderen Fokus auf Zucker oder besser gesagt: auf den Verzicht von Zucker. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Moderatorin Cathy Hummels schauen sich gemeinsam an, wie das funktionieren kann.
Ernährung und Bewegung im Mai
Mach mit bei der #ZuckerfreiChallenge!
Der Frühling ist da! Mit den steigenden Temperaturen kehrt für viele auch die Motivation zurück, sich sportlich zu betätigen. Das fühlt sich nicht nur gut an, sondern ist auch gesund. Ausreichend Bewegung hilft dabei, Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall zu vermeiden.
Gesundheit ist mehr als Medizin. Schon im Alltag können wir viel für sie tun, wenn wir zum Beispiel auf Alkohol und Tabak verzichten, uns gesund ernähren und regelmäßig bewegen. Rund 60 Prozent aller vorzeitigen Todesfälle durch chronische Erkrankungen gehen auf diese Faktoren zurück. Auch Infektionen der Atemwege oder des Magen-Darm-Trakts lassen sich durch einen gesunden Lebensstil reduzieren. Im aktuellen Themenmonat wollen wir einen Blick auf den Zusatzstoff Zucker werfen. In Fertigprodukten sind beispielsweise oft große Mengen an Zucker enthalten – ohne, dass dies auf den ersten Blick ersichtlich ist. Der Konsum von zu viel Zucker ist jedoch ein Risikofaktor für die eigene Gesundheit. Übermäßiger Zuckerkonsum führt beispielsweise zu Karies oder kann das Risiko für Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Deshalb lohnt es sich, den eigenen Zuckerkonsum bewusst zu gestalten und zu reduzieren.
#ZuckerfreiChallenge
Im Mai rufen wir daher die #ZuckerfreiChallenge aus.
Und so geht’s:
Such dir einen Tag aus, an dem du auf Zucker in deiner Ernährung verzichten möchtest.
Informiere dich über versteckte Zuckerquellen im Alltag und plane deinen Tag und deine Mahlzeiten vor.
Ein Tipp von Cathy Hummels: Meal Prep. Wenn man Mahlzeiten selbst vorbereitet, hat man den besten Überblick, was genau drin ist. Das kann ein einfaches Brot sein, aber auch eine bunte Bowl.
Mach ein Foto von einer deiner zuckerfreien Mahlzeiten und teile deine Erfahrungen über Social Media mit dem Hashtag #ZuckerfreiChallenge. Vielleicht hast du schon erste Verbesserungen bemerkt?
Förderung im Bereich Ernährung und Bewegung
Jede und jeder von uns kann etwas dafür tun, die eigene Gesundheit zu schützen. Doch wir sind dabei nicht auf uns allein gestellt. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert verschiedene Einrichtungen, die rund um Bewegung und Ernährung forschen. Ziel ist es, die Zusammenhänge mit Gesundheit zu verstehen und in praktische Ansätze zur Prävention zu übersetzen.
So fördert das BMFTR das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE). Dort untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie Ernährung auf die Entstehung von Übergewicht und seine Folgen wirkt. Ein anderer Forschungsschwerpunkt ist der Zusammenhang von Ernährung und gesundem Altern.
Das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) entwickelt Strategien, um chronische, nichtübertragbare Erkrankungen zu vermeiden. Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung untersucht, wie Ernährung die Entstehung und Verschlechterung eines Typ-2-Diabetes verhindern oder herauszögern kann und stellt wichtige Tipps dazu im Diabetesinformationsportal allgemeinverständlich zur Verfügung.
Am Helmholtz Zentrum München forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, wie Diabetes, Übergewicht und Stoffwechselstörungen auf das Herz und die Gefäße wirken. Sie nutzen Künstliche Intelligenz, um das persönliche Risiko von Patientinnen und Patienten einzuschätzen. Auf dieser Basis geben sie maßgeschneiderte Empfehlungen für Ernährung oder Bewegung ab.
Darüber hinaus beteiligt sich das BMFTR an der europäischen Partnerschaft ERA4Health. Darin koordinieren Partner aus ganz Europa die Förderung und Planung von Gesundheitsforschung. Schwerpunkt der gemeinsamen Fördermaßnahme HealthEquity zum Beispiel ist es, die gesundheitlichen Chancen sozial benachteiligter Gruppen durch Ernährung auszugleichen. Die Fördermaßnahme NutriBrain konzentriert sich darauf, den Einfluss von Ernährung, Bewegung, Schlaf, sozialen Kontakten und Stress auf die Entwicklung von Hirnfunktionen im Alter zu untersuchen.
Förderung im Bereich Klimaschutz
Neben Ernährung und Bewegung spielt Klimaschutz eine wichtige Rolle beim Schutz unserer Gesundheit. Steigende Temperaturen zum Beispiel erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Beschwerden . Das BMFTR fördert daher sechs Studien, die gesundheitliche Prävention, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit miteinander verbinden. Sie untersuchen beispielsweise, wie sich Verkehrsberuhigung oder geförderter Radverkehr auf die Gesundheit von Anwohnerinnen und Anwohnern auswirkt.