Welche Fähigkeiten wir in den Arbeitswelten von morgen und übermorgen benötigen

Wie genau die Arbeitswelten der Zukunft aussehen werden, kann heute noch niemand sagen. Sicher ist jedoch: Um sie aktiv zu gestalten, wird die Entwicklung von Kompetenzen immer wichtiger – besonders im Hinblick auf den Umgang mit Daten. Wir alle kennen es aus dem Berufsleben. Die Aufgaben verändern sich, und technologische Fortschritte bieten neue Möglichkeiten im Arbeitsalltag: Zum Wohle von Patientinnen und Patienten setzen Ärztinnen und Ärzte neue Behandlungsgeräte ein. Bürokaufleute nutzen neue Programme in der elektronischen Datenverarbeitung. Und mit digitalen Werkzeugen und Methoden können Handwerkerinnen und Handwerker immer effektiver arbeiten. Egal, ob gestern, heute, morgen oder übermorgen: Um neue Möglichkeiten nutzen zu können, müssen sich Arbeitskräfte weiterbilden. Wer beruflich erfolgreich sein möchte, sollte die Fähigkeiten ein Leben lang erweitern – in der Schule, in der Ausbildung und darüber hinaus auch in der Weiterbildung.

Den Chancen und Herausforderungen auf den Grund gehen

Fraglich allerdings bleibt: Wie können Arbeitskräfte Weiterbildungen in den Arbeitsalltag integrieren? Entstehen neue Arbeitszeitmodelle mit einer Kombination aus Teilzeitarbeit und Weiterbildung? Werden in Zukunft zwei Semester Weiterbildung, mit einer Berufsauszeit, ermöglicht? Oder was kann sonst möglich werden?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen und Instituten erforschen, welche Chancen uns die Arbeitswelten der Zukunft bieten und vor welche Herausforderungen sie uns stellen. Welche Kompetenzen werden wichtig? Wie können wir Wege der Fort- und Weiterbildung für alle Bürgerinnen und Bürger eröffnen? Und brauchen wir womöglich eine gesetzliche Pflicht zur Weiterbildung?

Sicher ist: Im Mittelpunkt zukunftssicherer Bildung wird der Erwerb neuer Kompetenzen stehen, zum Beispiel von Datenkompetenz. Dieser wird in den Arbeitswelten von morgen und übermorgen immer bedeutender, denn Daten spielen in allen Bereichen der Arbeit der Zukunft eine Rolle, wie z. B. in der Industrie, im Umgang mit Künstlicher Intelligenz oder auch im Marketing.

Daten prägen die Arbeitswelten der Zukunft

„Big Data“ – dieser Begriff steht für das Phänomen, dass mit Hilfe moderner Informationstechnologien dauerhaft wachsende Datenmengen erfasst, ausgewertet und miteinander verknüpft werden. Dadurch eröffnen sich zum Beispiel neue Möglichkeiten für verbesserte Produkte und Dienstleistungen: So können im Gesundheitswesen die Daten von Patientinnen und Patienten digital gespeichert und die Behandlungen optimiert werden. Im Marketing können Produktinformationen passgenau an Menschen bestimmter Generationen oder Interessengebiete geliefert werden.

Daten sind der Treibstoff der Digitalisierung und werden die Arbeitswelten der Zukunft prägen. Wie aber können wir im Beruf unsere Daten schützen? Und mit welchem System können wir dem Diebstahl von Daten vorbeugen?

Es ist gleich, in welchen Bereichen der Arbeitswelten oder Privatsphäre persönliche Daten auftauchen. Um sich vor einem möglichen Missbrauch zu schützen, ist die individuelle Datenkompetenz jedes und jeder Einzelnen gefragt. Denn unsere Daten sind sensibel - und genau so sollten sie behandelt werden.