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Neue Arbeit - neue Ungleichheiten?
Ein Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Digitale und vernetzte Arbeitswelten“ des Forschungsschwerpunkts "Digitale Zukunft" und des Fortschrittskollegs „Gestaltung von
flexiblen Arbeitswelten".
Die Arbeitswelt befindet sich aktuell in einem erheblichen Umbruch – möglicherweise vergleichbar mit der 1. Industriellen Revolution. Besonders relevant erscheinen in diesem Kontext die mit der Digitalisierung der Arbeitswelt verbundenen Verschiebungen und Entkopplungen von gesellschaftlichen Teilbereichen. So stellt sich mit Blick auf die Zusammensetzung der Wirtschaftswelt die Frage, wie sich die Bedeutung von Branchen und damit die innerbetrieblichen Machtverhältnisse und Beteiligungsspielräume verschieben. Welche Bedeutung hat dies im Hinblick auf die Verteilung von Einkommen, Zugängen zu innerbetrieblichen Karrierepfaden und Anerkennungsstrukturen? Gleichsam bedeutsam und antwortbedürftig erscheinen die sich (möglicherweise?) vollziehenden Entkopplungen: So entkoppelt sich Arbeit von Raum und Zeit; Leistung von Entgelt; Erwerbsarbeit vom Betrieb; Anerkennung von Ausbildung und Leistung und das Individuum von kollektiven Strukturen. Auch dies hat weitreichende sozialstrukturelle Konsequenzen, die bisher allenfalls in Ansätzen und wenig systematisch analysiert worden sind. So ist bisher unklar, ob hier neue Freiheiten für Individuen – und damit ggf. neue Formen der sozialen Mobilität – entstehen oder ob individuelle Handlungsspielräume eher beschränkt werden. Im Zentrum des Vortrags steht die Frage, inwiefern die skizzierten Wandlungsprozesse neue soziale Muster generieren (neue Ungleichheiten, sozialen Schließungen, oder auch neue soziale Öffnungen).
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Neue Arbeit - neue Ungleichheiten?
- Heinz-Nixdorf-Institut, Raum F0.231, Universität Paderborn, Fürstenallee 11
- 33102 Paderborn
8.7348919999999 2640


