Wer überzeugt die Fachleute mit Kreativität und kollegialem Zusammenhalt?

Dr. Eckart von Hirschhausen, Musikwissenschaftler Prof. Dr. Gunter Kreutz und Cordula Kleidt aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung bilden die fachkundige Jury der Mitsing-Aktion „Klingt nach Teamwork“ im Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft.

Die Jury-Besetzung der Mitsing-Aktion „Klingt nach Teamwork“ steht fest – prominentestes Mitglied ist Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Komiker, Autor, Moderator und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN.
„Das Instrument, das jeder immer dabei hat, ist die Stimme“, sagt von Hirschhausen. „Singen ist etwas, das uns miteinander verbindet, uns tröstet, uns stärkt – und der einfachste Weg, miteinander Freude zu haben. Beim gemeinsamen Singen schüttet der Körper unter anderem das Hormon Oxytocin aus und fördert somit unser Gemeinschaftsgefühl.“ Die heilende Kraft des Singens ist ein Thema, das von Hirschhausen besonders am Herzen liegt, jedoch lange von der Schulmedizin vernachlässigt wurde.

Die Bedeutung des Zusammengehörigkeitsgefühls im Arbeitsumfeld steht im Zentrum der Mitsing-Aktion „Klingt nach Teamwork“, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel der bundesweiten Aktion ist es, Kolleginnen und Kollegen zum gemeinschaftlichen Singen zusammenzubringen, diese Aktivitäten im Rahmen von „Klingt nach Teamwork“ zu teilen und so Empathie, Teamgeist und Kreativität in der Arbeitswelt in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mitarbeiter zahlreicher Unternehmen und Organisationen haben bereits ihre Beiträge hochgeladen.

Die vielen positiven Auswirkungen des kollektiven Gesangs – auf sozialer, psychologischer und gesundheitlicher Ebene – erforscht auch Prof. Dr. Gunter Kreutz, Professor für Systematische Musikwissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt sollten seiner Meinung nach kulturelle Techniken jenseits der Sprache – wie zum Beispiel das Singen – unbedingt in die Arbeitswelt integriert werden. „Gemeinsames Singen oder Tanzen sind wichtige Strategien, um den Menschen immer wieder bewusst zu machen, dass es Dinge gibt, die von digitalen Welten nicht annähernd ersetzt werden können“, erläutert Kreutz.

Drittes Mitglied der „Klingt nach Teamwork“-Jury ist Cordula Kleidt, Referentin für Wissenschaftskommunikation im Bundesministerium für Bildung und Forschung. „Wir wollen mit dieser Aktion zeigen, dass Kreativität, Spontanität, Emotionalität uns dabei helfen, um die Ecke zu denken, knifflige Situationen aufzulösen und innovative Lösungen zu finden – eben auch immer im Team“, so Kleidt. „Genau diese Eigenschaften werden in unseren zukünftigen Arbeitswelten von größter Wichtigkeit sein, um gut und erfolgreich zu arbeiten.“

Noch bis Ende November sind bundesweit Menschen dazu eingeladen, sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen als Chor zusammenzufinden, einen Song einzustudieren und ihren Beitrag hochzuladen. Neben der Fachjury, welche die Einreichungen nach den Kriterien Kreativität, Originalität und Dramaturgie bewertet, stimmt das Online-Publikum über einen Publikumsliebling ab.

14.09.2018