Kann die Erforschung antiker Handelsnetzwerke dazu beitragen, die Herausforderungen einer globalisierten Welt zu verstehen?
Globalisierung heisst Vernetzung zum gegenseitigen Nutzen, bedeutet aber auch Abhängigkeit. Selbst kleinere lokale Ereignisse können in einer globalisierten Welt wie der unseren (über-)regionale Konsequenzen haben. Voranschreitende Umwelt- und Klimaveränderungen, Verfügbarkeit von Ressourcen werden zu immer stärker in den Vordergrund drängenden Faktoren, die unser Zusammenleben mittelbar und unmittelbar beeinflussen. Die Frage zielt drauf, zu ergründen, ob uns die Erforschung regionaler und überregionaler Handelsnetzwerke der Vergangenheit helfen kann, zu verstehen, welche Auswirkungen Veränderungen innerhalb solcher Netze haben können - und wie frühere Gesellschaften mit daraus resultierenden Konflikten umgegangen sind. Welche Lösungsmöglichkeiten haben sie gefunden? Welche waren auch langfristig nachhaltig von Erfolg gekrönt? Und können wir diese Erkenntnisse adaptieren und in Strategien für heutige Herausforderungen übersetzen?