Umwelt, Klima, Erde, Universum

Unter welchen Gegebenheiten ist das Heizen mit einer Wärmepumpe nachhaltig?

Hans-Erich Fröhlich 74 Jahre Brandenburg 10.03.2022
Story von Hans-Erich Fröhlich 74 Jahre Brandenburg 10.03.2022
Mir bereitet folgende Kalkulation Kopfzerbrechen: Der Wärmebedarf über eine Heizperiode sei 90 kWh pro m² Wohnfläche. Entzöge man diese Wärmemenge einem Bodenstück von gleichfalls 1 m² und 10 m Tiefe, müsste dies, Dichte und Wärmekapazität von Wasser angenommen, die 10 t Erdreich um 8 Grad abkühlen. Der geothermische Wärmestrom aus der Tiefe wird, abgesehen von Island und anderen "hot spots", laut Wikipedia auf im Mittel 0,9 kWh/m² und Jahr beziffert. Ich bräuchte mithin das Hundertfache meiner Wohnfläche, wollte ich nicht mehr an Erdwärme abbauen, als von unten nachströmt. Ginge ich, wegen enger Bebauung (und um meinen Nachbarn nicht zu übervorteilen), mehr in die Tiefe, hätte die Sonne in den Sommermonaten kaum Zeit, den Verlust auszugleichen, es sei denn, ich heizte (ev. durch Kühlung der Wohnung) den Boden, was dann allerdings den Kostenvorteil der Winter-Wärmepumpe zunichte machte.