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Freiheit heute
Fragile Freiheit – im Gespräch mit geflüchteten Forschenden

Es sind schleichende Prozesse, die die Freiheit von Forschenden weltweit einschränken – bis sie sich gezwungen sehen, ihre Arbeit niederzulegen oder ihre Heimat zu verlassen.

Fragile Freiheit bietet einen Rahmen für geflüchtete Forschende und Interessierte, sich über solche Erfahrungen auszutauschen. Ihre persönlichen Geschichten verdeutlichen die Relevanz freier Wissenschaft für die Demokratie und zeigen die Notwendigkeit, aktiv für sie einzustehen. Die öffentlichen Gespräche an verschiedenen Hochschulen in Deutschland richten sich an Menschen, die mehr über weltweite Wissenschaftsfreiheit und bedrohte Forschende erfahren möchten.

Auftaktveranstaltung am 13. Juni in Bochum

Der Auftakt des Projektes fand am 13. Juni 2024 um 18 Uhr an der Ruhr-Universität Bochum statt. Zu Gast war der Wissenschaftler Vasil Navumau aus Belarus.

In seiner Forschung konzentriert sich Navumau auf sozio-politische Transformation, Digital Government und eine demokratische Kommunikation zwischen Bevölkerung und Regierung. 2020 sahen sich belarussische Aktivistinnen und Aktivisten zunehmender Unterdrückung durch den Staat ausgesetzt. So auch die Bürgerinitiative, in der sich Vasil Navumau engagierte. Er verließ das Land, um einer Verhaftung zu entgehen. Im darauffolgenden Jahr kam er mit Unterstützung der Philipp Schwartz-Initiative an die Ruhr-Universität Bochum.

Eine neue Chance für geflüchtete Forschende

Die Philipp Schwartz-Initiative ermöglicht bedrohten und geflüchteten Forschenden, ihre Arbeit an deutschen Hochschulen fortzusetzen. Sie wurde 2015 durch die Alexander von Humboldt-Stiftung und das Auswärtige Amt ins Leben gerufen. Die Initiative ist nach dem österreichischen Pathologen Philipp Schwartz benannt: Er verlor 1933 aufgrund seines jüdischen Glaubens seine Professur.

Weitere Infos

Die Veranstaltungsreihe „Fragile Freiheit“ wird von der Wissenschaftskommunikationsagentur con gressa in Kooperation mit der Alexander von Humboldt-Stiftung durchgeführt. Die Gespräche mit den geflüchteten Forschenden werden als Live-Podcasts produziert und veröffentlicht.