Zum Wissenschaftsjahr 2018
Über das Partnerland

Tipp

Über das Partnerland

Das Vereinigte Königreich ist Partnerland des Wissenschaftsjahres Meere und Ozeane

Partnerland Vereinigtes Königreich

Das Vereinigte Königreich hat im Bereich der Meeres- und Ozeanforschung eine lange Tradition. Die Bundesrepublik Deutschland und das Vereinigte Königreich zeichnen sich durch eine erfolgreiche Zusammenarbeit in diesem Bereich aus. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 wird der Blick darum auch über die Nordsee gehen – präsentiert werden spannende Forschungsansätze, interessante Fakten und zahlreiche Experten zur Meeresforschung im Vereinigten Königreich sowie Aspekte zur Kooperation beider Länder in diesem Bereich.

Die Bundesrepublik Deutschland und das Vereinigte Königreich sind auf dem Gebiet der Meeresforschung eng verbunden. Diese Verbundenheit beider Länder hat eine lange Historie – schon in den Jahren 1772 bis 1775 begleiteten die deutschen Naturforscher Johann und Georg Forster James Cook auf seiner zweiten Reise in den Pazifik. Heute besteht eine enge Verbindung zwischen Forschungseinrichtungen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Für das Vereinigte Königreich als Inselstaat haben die Ozeane eine besondere Bedeutung. Aus diesem Grund ist es eine besondere Freude, Deutschlands Partnerland im Wissenschaftsjahr 2016*17 zu sein.

Seit es unsere Insel gibt, haben das Meer vor unseren Küsten und die dahinter liegenden Ozeane die Identität und Geschichte unserer Heimat geprägt. Meere und Ozeane bergen vielfältige wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Schätze für das Vereinigte Königreich, so sind sie eine Quelle für Nahrung und Energie, bieten Handelsrouten und locken Touristen an. Neues Wissen und neuartige Technologien eröffnen uns spannende Möglichkeiten, etwa die Entwicklung neuer Medikamente und innovativer Gezeitenkraftwerke, und sie sind Teil unserer weiterhin besonderen Beziehung zum Meer.

In einfachen Worten: Unsere Meere und Ozeane sichern unsere Existenz. Sie versorgen uns mit nahezu der Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen, beheimaten 80 Prozent der biologischen Vielfalt unserer Erde und spielen eine wichtige Rolle für das Erdklima.

Unser Einfluss auf die Meeresumwelt und der Klimawandel stellen eine Bedrohung unserer Meere und Ozeane dar. Wir beobachten bereits heute einen Rückgang des Polareises, die Versauerung der Meere und einen Anstieg des Meeresspiegels. Wissenschaftler sagen vorher, dass ein Anstieg des Meeresspiegels die 17 Millionen Menschen, die im Vereinigten Königreich weniger als 10 Kilometer von der Küste entfernt leben, sowie wichtige Infrastrukturen des Landes und einen Großteil unseres verarbeitenden Gewerbes direkt betreffen könnte.

Wenn wir auf diese Veränderungen reagieren wollen, müssen wir sie zunächst verstehen – Meeresforschung ist hierbei der Schlüssel. Der britische Staatsminister für Universitäten und Forschung, Jo Johnson, sagt: „Die Ozeane machen den größten Teil unserer Erde aus. Sie wirken auf alle Bereiche unseres Lebens ein, von der Ernährungssicherung über das Wettergeschehen bis zum Klimawandel. Dies ist eine gute Gelegenheit für die beiden Länder zusammenzuarbeiten, um die Meereswissenschaft bekannter zu machen. Es freut mich sehr, dass wir dieses Jahr Partner des deutschen Wissenschaftsjahrs sind und dass wir gemeinsam daran arbeiten werden, wie wir die Meere und Ozeane schützen und sie nachhaltig nutzen können.“