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Colloquium Fundamentale: "Marine Ressourcen als Rohstoff- und Energiequelle der Zukunft"
Neben der Erkundung und dem Verständnis der Bildung der Lagerstätten ist eine vorrangige Aufgabe der Meereswissenschaft, die möglichen Auswirkungen des zukünftigen industriellen Abbaus der Rohstoffe auf die marine Umwelt abzuschätzen und Vorschläge für Regularien, möglichst schonende Abbautechnologien sowie Umweltmonitoring zu entwickeln.
Die Menschheit hat begonnen, den Meeresboden der Tiefsee nach Rohstoffen zu erkunden, um seinen zukünftigen Bedarf an mineralischen und energetischen Rohstoffen zu decken. In den Sedimenten aktiver und passiver Kontinentalhänge ist mehr Erdgas in Gashydraten gebunden als in konventionellen Lagerstätten. In den letzten 20 Jahren haben die USA, Japan, China, Südkorea, Indien und Taiwan die Gashydratvorkommen in ihren Außenwirtschaftszonen systematisch erkundet. Erste offshore Produktionstests finden derzeit im japanischen Nankai Trog und im südchinesischen Meer statt. Parallel hierzu haben in den letzten Jahren die Explorationsaktivitäten nach Erzvorkommen im Ozean ebenfalls wieder stark zugenommen. Von wirtschaftlichem Interesse sind vor allem Manganknollen in den großen Tiefseeebenen, Massivsulfide an mittelozeanischen Rücken sowie cobaltreiche Krusten auf untermeerischen Bergen. Neben der Erkundung und dem Verständnis der Bildung der Lagerstätten ist daher eine vorrangige Aufgabe der Meereswissenschaft, die möglichen Auswirkungen des zukünftigen industriellen Abbaus der Rohstoffe auf die marine Umwelt abzuschätzen und Vorschläge für nationale und internationale Regularien, möglichst schonende Abbautechnologien sowie Umweltmonitoring zu entwickeln.
Der Eintritt ist frei.
Colloquium Fundamentale: "Marine Ressourcen als Rohstoff- und Energiequelle der Zukunft"
Engelbert-Arnold-Str. 4
76137 Karlsruhe
8.4131413 1753