Zum Wissenschaftsjahr 2018

Veranstaltungsarchiv

  Do, 11.8.2016 - Do, 15.9.2016

„Oasen des Lebens in der Tiefsee“ - Ausstellung zeigt faszinierende Unterwasserfotos von verborgener Korallenwelt

Verborgen in der Dunkelheit gibt es schillernde Ökosysteme, die trotz Dunkelheit voller Leben sind. Diese Lebensräume können nur mit Tiefseerobotern erkundet werden. Sie sind Arm und Auge der Meeresforschung. Das Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst zeigt in Kooperation mit dem MARUM die schönsten Unterwasseraufnahmen.

Auf einen Blick

Wo:

Lehmkuhlenbusch 4
27753 Delmenhorst

Wann:

Do, 11.8.2016 - 19 Uhr bis Do, 15.9.2016
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Kontakt:

MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Uni Bremen

Frau Ulrike Prange

0421-21865540

E-Mail Zur Website

Zusatzinfos:

Behindertengerecht:

Ja

Kategorie:

  • Vortrag
  • Diskussion / Dialog
  • Ausstellung

Für wen:

  • Lehrer / Schüler
  • Erwachsene
  • Kinder / Jugendliche
  • Alle
  • Studierende / Nachwuchswissenschaftler

Sonstiges:

Infos zur Anfahrt gibt es im Internet unter www.h-w-k.de. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Vorschaubild zur Veranstaltung

Die Natur schafft immer wieder Formen mit beeindruckender Schönheit. Doch kann man, was uns aus unserer lichtdurchfluteten Welt so vertraut ist, auch in der lichtlosen Tiefsee finden? Unterwasserroboter des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen sind in die Tiefen des Atlantiks hinabgetaucht und haben dort einen Lebensraum voller Farben und Harmonie gefunden. Kaltwasserkorallen formen in der Dunkelheit vielgestaltige Ökosysteme, auf die sich immer wieder Ausblicke (fast) vollendeter Ästhetik bieten. Faszinierende Bilder dieses Tiefseelebensraumes sind im August udn September im Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst (HWK) zu sehen. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 11. August 2016, eröffnet.

Grimmig blickt der Krebs in die Kameralinse, die der Tauchroboter zu Forschungszwecken auf ihn richtet. Im Hintergrund: Die weißen Äste und die bunten Tentakel der Kaltwasserkorallen. Zusammen bilden sie ein mystisches Gemälde vor dem dunklen Hintergrund der Tiefsee. Dass es die so genannten Kaltwasserkorallen überhaupt gibt, weiß die Wissenschaft schon seit über 100 Jahren. Welche Bedeutung die Korallen für den Lebensraum Tiefsee haben, ist allerdings erst seit einigen Jahrzehnten bekannt. Kaltwasserkorallen begegnen den Forschenden in Wassertiefen zwischen 200 und 1000 Metern. Bis hierhin dringt kein Licht – und dennoch existiert eine Lebensgemeinschaft, die farbige Oasen im Dunklen bildet. Erforscht werden die Kaltwasserkorallen mit Hilfe von Unterwasserrobotern – so genannten ROVs (remotely operated vehicles), die die Expeditionsteams in der Tiefsee einsetzen.

„In der vermeintlich lebensfeindlichen Tiefsee entwickeln sich um die Kaltwasserkorallen regelrechte Oasen, die eine biologische Vielfalt aufweisen, die man dort niemals vermuten würde. Und dass wir solche Oasen immer wieder neu entdecken, zeigt uns, dass wir bisher bei der Erkundung der Tiefsee gerade mal die Spitze des Eisberges gesehen haben“, sagt Prof. Dr. Dierk Hebbeln vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.

„Die Kaltwasserkorallen sind nicht nur wissenschaftlich interessant, sondern ziehen uns auch wegen ihrer Schönheit in den Bann. Die Natur hat mit der Vielfalt von Formen und Farben Kunst geschaffen, die die ROV-Piloten mit der Kamera eingefangen haben und so Kunst und Wissenschaft verbinden. Die Ausstellung will diese Tiefseekunst zeigen“, fügt Prof. Dr. Gregor Eberli hinzu.

Die Ausstellung wird am 11. August um 19 Uhr eröffnet. Prof. Dr. Michael Schulz, Direktor des MARUM, Prof. Dr. Dierk Hebbeln und Dr. Nicolas Nowald (MARUM) sprechen über das besondere Ökosystem und die technischen Aspekte. Prof. Dr. Reto Weiler, Rektor des HWK und Kuratorin Dr. Monica Meyer-Bohlen thematisieren Gemeinsamkeiten zwischen Kunst und Wissenschaft. Die Ausstellung ist bis zum 15. September in Delmenhorst zu sehen.