Veranstaltungsarchiv
Wissenschaft im Rathaus: Mikroplastik in Binnengewässern
Vortrag mit Dr. Katrin Wendt-Potthoff, Departement Seenforschung, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ Magdeburg. Der Vortrag wird zeigen, dass auch Binnengewässer wie Seen und Flüsse durch Mikroplastik gefährdet sind.
Kunststoffe sind ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags und haben aufgrund ihrer flexiblen Materialeigenschaften eine Vielzahl von technischen und medizinischen Innovationen erst ermöglicht. Gleichzeitig ist die weltweite Produktion von Kunststoffen seit den 50er Jahren von 1,5 Millionen Tonnen auf 288 Millionen Tonnen im Jahr 2012 angestiegen. Dementsprechend hat sich auch die Masse des Plastikmülls rapide erhöht. Ein Teil davon gelangt durch unbedachte und unsachgemäße Entsorgung, durch Wind und Abwässer in die Oberflächengewässer. Da die Abbauzeit von Kunststoffen je nach Sorte auf mehrere hundert Jahre geschätzt wird, ist davon auszugehen, dass alle in die Umwelt gelangten Kunststoffe dort verbleiben. Mit der Zeit entstehen dabei aus großen Müllfragmenten sogenannte Mikroplastikpartikel (<5 mm). Darüber hinaus können auch Mikroplastikpartikel aus Kosmetika oder Reinigungsmitteln sowie Fasern aus Kunststoffbekleidung über das Abwasser in aquatische Ökosysteme gelangen. Die bisherigen Untersuchungen waren stark auf die marine Umwelt ausgerichtet. Der Vortrag wird zeigen, dass auch Binnengewässer wie Seen und Flüsse durch Mikroplastik gefährdet sind.
Wissenschaft im Rathaus: Mikroplastik in Binnengewässern
Altes Rathaus, Magdeburg , Alter Markt
39104 Magdeburg
11.6392264 138