Zum Wissenschaftsjahr 2018

Veranstaltungsarchiv

  Do, 7.9.2017 - Fr, 8.9.2017

15 Jahre Dauermessstation am ICBM

Das Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg begeht am 7. und 8. September das 15-jährige Jubiläum seiner im Wattenmeer nahe der Südwestspitze Spiekeroogs gelegenen Dauermessstation.

Auf einen Blick

Wo:

Schleusenstraße 1
26382 Wilhelmshaven
Dauermessstation nahe Spiekeroog (ab Neuharlingersiel West)

Wann:

Do, 7.9.2017 - 8:30 Uhr bis Fr, 8.9.2017 - 15 Uhr
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Kontakt:

Institut für Chemie und Biologie des Meeres d. Univ. Oldenburg, StO Whv

Herr Dr. Sibet Riexinger

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Zusatzinfos:

Behindertengerecht:

Keine Angaben

Kategorie:

  • Fachveranstaltungen
  • Vortrag
  • Sonstiges

Für wen:

  • Erwachsene
  • Studierende / Nachwuchswissenschaftler

Sonstiges:

Einladung und Anmeldung erforderlich.

Vorschaubild zur Veranstaltung

Am 7. und 8. September 2015 feiert das ICBM in Wilhelmshaven das 15-jährige Bestehen seiner Dauermessstation.

Seit nunmehr 15 Jahren registriert die Messstation des ICBM bei Spiekeroog Wetter- und Meeresdaten, rund um die Uhr, jeden Tag. Sie liefert wertvolle Informationen über den Wandel des Wattenmeers und über den Einfluss von Extremereignissen, wie Sturmfluten. Ihre Daten speisen Modellrechnungen, hilfreich für Ausblicke in die Zukunft.

Errichtet wurde die Station 2002 im Rahmen einer DFG-Forschergruppe. Mit einer Forschungsplattform derart speziellen Designs beschritt man technisches Neuland. Es galt einerseits, die Station fest im Wattboden zu verankern, andererseits sollte sie die Umwelt einschließlich der Strömungsverhältnisse am Ostrand der Otzumer Balje geringstmöglich beeinflussen. Lernen musste man dabei etwa, dass sie mit einer tiefen Gründung allein nicht dauerhaft zu verankern war: Der Tidenstrom verursachte starke Auskolkungen um den Stationsfuß. Für diese und andere Herausforderungen wurden immer wieder innovative Lösungen gefunden.

Zusammen mit ihrem transportablen Nachbau war die Station 2009 Ausgewählter Ort im Land der Ideen. Die DFG-Forschergruppe für BioGeoChemie des Watts, die sie als wesentliches Großgerät nutzte, wurde 2012 mit dem ersten Norddeutschen Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Nach Auslaufen des DFG-Projektes 2009 wurde die Station Teil von COSYNA, einem vom Helmholtz Zentrum Geesthacht geleiteten Vorhaben. In diesem Rahmen wurde sie modernisiert. Seit Einrichtung am ICBM 2011 betreibt die Arbeitsgruppe Marine Sensorsysteme die Station. Hier ist sie unter anderem wertvoller Träger innovativer Messsysteme und unterstützt mehrere Forschungsvorhaben im Bereich Spiekeroogs.

In den vergangenen 15 Jahren hat die Station fortlaufend Daten produziert und dabei Stürmen, extremen Wellenhöhen und Eisgang im Winter getrotzt. Noch steht sie der Wissenschaft einige Jahre zur Verfügung. Um hier darüber hinaus hochwertige Daten zu sichern, arbeiten die Wissenschaftler bereits jetzt am Konzept für ein Küstenobservatorium Spiekeroog. Es schließt den Ersatz der aktuellen Station ein. Der wird auf dem durch sie erworbenen Knowhow fußen und den Forschern auch in Zukunft eine Plattform für Forschung im Watt sowie technische Neuentwicklungen in der Meeresforschung bieten.

Forschergemeinde, Politik und andere Interessierte haben am 7. und 8. September Gelegenheit, das Erreichte Revue passieren zu lassen, zu feiern und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen.