Zum Wissenschaftsjahr 2018

Veranstaltungsarchiv

  Fr, 5.5.2017

Darf’s ein bisschen Meer sein? Die Meere und wir – in Erdgeschichte und Gegenwart. Ein Workshop

Der Workshop richtet sich vorzugsweise an Aktive in der Natur- und Erlebnispädagogik, steht aber allen Interessierten offen. Behandelt werden verschiedene Phasen der Meerestransgression in Nordhessen und deren geologische Zeugnisse sowie aktuelle Fragen der Meeresforschung und des Meeresschutzes.

Auf einen Blick

Wo:

Südring 2
34497 Korbach

Wann:

Fr, 5.5.2017 | 9 Uhr - 16 Uhr
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Kontakt:

GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung

Herr Dr. Christof Ellger

0331-9775789

E-Mail Zur Website

Zusatzinfos:

Behindertengerecht:

Ja

Kategorie:

  • Workshop

Für wen:

  • Alle
  • Studierende / Nachwuchswissenschaftler

Downloads:

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Sonstiges:

Den Teilnehmern/innen entstehen für den Workshop keine Kosten. Für die Teilnahme wird ein Zertifikat ausgestellt. Das Mittagessen kann in der Kantine des Kreishauses eingenommen werden.
Anmeldung erforderlich – bei: geopark@landkreis-waldeck.de

Bei dem Fortbildungstag in Korbach werden zum einen Spuren aus jenen fernen Zeiten vorgestellt, als das Meer Nordhessen überspülte. Derartige „Transgressionen“ gab es im Verlauf der Erdgeschichte mehrfach; sie hinterließen Meeresablagerungen, die zum Teil auch Fossilien enthalten, anhand derer sich die Prozesse der Vergangenheit rekonstruieren lassen – eine klassische Aufgabe von Geologie und Paläontologie. Norbert Panek, Leiter des Geoparks GrenzWelten, gibt einen Überblick über diese "Paläowelten" und stellt die verschiedenen Transgressionen und ihre Relikte vor. Die besonderen Ablagerungen im Kasseler Raum („Kasseler Meeressand“) aus dem Oberoligozän vor rund 24 bis 28 Millionen Jahren behandelt der Mainzer Paläontologie-Professor Bernd R. Schöne. Er hat bei seinen Forschungen zahlreiche Fossilien – Muscheln, Haifischzähne, Korallen sowie Reste einer Seekuh – in diesen Ablagerungen gefunden.

Eine Einführung in wesentliche Aspekte der gegenwärtigen Meeresforschung liefert der Geologe Prof. Bernhard Diekmann, Leiter der Potsdamer Abteilung des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung; in seinem Vortrag geht es um die Bedeutung der Meere für das Erdsystem: für Klima, Biosphäre und Stoffkreisläufe.

Nach der Mittagspause fordern kleinere und größere Diskussionsrunden die aktive Mitwirkung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wenn verschiedene Schlüsselthemen aus der aktuellen Diskussion um die Meere auf der Grundlage von speziell vorbereitetem Arbeitsmaterial behandelt werden: Aufgeheizt, überdüngt, übersäuert, verschmutzt und übernutzt können die Meere ihre Aufgaben als Klimaregler, Nahrungsquelle oder vielfältiger Lebensraum im Ökosystem Erde immer weniger erfüllen. Schutzmaßnahmen und ein Umsteuern in vielen Lebens- und Wirtschaftsbereichen sind dringend erforderlich.

Der Workshop ist eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts 'MOBI – Meere und Ozeane im Binnenland', das im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2016*17 Fragen der Meereskunde und Meeresforschung ins Binnenland trägt und dabei auch Beziehungen zwischen Binnenland und Meer aufspürt.