Zum Wissenschaftsjahr 2018

Veranstaltungsarchiv

  Do, 17.8.2017 - Sa, 11.11.2017

Ausstellung ›Eis – Zeit – Raum‹ Arbeiten aus der Arktis und Antarktis von Lutz Fritsch

Vernissage: 17. August 2017, 18 Uhr
Lutz Fritsch im Gespräch mit Prof. Dr. Jörn Thiede

Ausstellung: 18. August 2017 bis 11. November 2017
Mo–Do 9:00–16:00 Uhr | Fr 9:00–13:00 Uhr

Auf einen Blick

Wo:

Geschwister-Scholl-Str. 2
55131 Mainz

Wann:

Do, 17.8.2017 bis Sa, 11.11.2017
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Kontakt:

Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz

Frau Bianchi

06131577114

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Zusatzinfos:

Behindertengerecht:

Ja

Kategorie:

  • Ausstellung

Für wen:

  • Alle

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Sonstiges:

Der Eintritt ist frei.

Lutz Fritsch nahm 1994/95 als erster Künstler an einer wissenschaftlichen Expedition auf dem Forschungsschiff ›Polarstern‹ in die Antarktis teil. Zwei weitere Expeditionen folgten 1997 in die Arktis und 2004/05 erneut in die Antarktis. Während der Forschungsaufenthalte erforschte Fritsch die Weite, die Beschaffenheit und Befindlichkeit dieses Extremraums. Während die Wissenschaftler Wasserproben entnahmen oder das Klima untersuchten, skizzierte und studierte er den Naturraum und die Eisverhältnisse mit Zeichenstift und Fotokamera. Um den spannenden Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft fortzusetzen, entwickelte er schon 1995 die Idee für die ortsbezogene Skulptur ›Bibliothek im Eis‹, die einen Gegenpol zum Naturraum und zur Funktiona­lität der deutschen For­schungsstation Neumayer bildet: Künstler und Wissenschaftler aller Disziplinen stiften auf Bitte von Lutz Fritsch ein Buch, von dem sie glauben, dass die Überwinterer es im ewigen Eis gelesen haben sollten. Jedes Buch ist mit dem Namen des Stifters und einem kurzen persönlichen Kommentar versehen. Auf diese Weise entsteht an einem einmaligen Ort ein imaginärer Dialog zwischen Stiftern und Lesern. Mit der ›Bibliothek im Eis‹ bezieht die Kunst Position am Ende der Welt in einer ansonsten den Naturwissenschaften vorbehaltenen Region.

Lutz Fritsch studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, Abt. Münster. Er versteht sich als ›Raumforscher‹: Seine Skulpturen im Innen- und Außenraum setzen sich mit den spezifischen Eigenschaften eines Ortes und dem ihn umgebenden Raum auseinander, wie seine Großskulpturen ›Rheinorange‹ (1992) an der Rhein-Ruhr-Mündung in Duisburg, die ›Bibliothek im Eis‹ (2005) oder die Skulptur ›Standortmitte‹ (2008) an Anfang und Ende der Autobahn zwischen Köln und Bonn. www.lutz-fritsch.de | www.bibliothek-im-eis.de | www.christianlethert.com

Der Meeresgeologe Prof. Dr. Jörn Thiede, Gründungsdirektor von GEOMAR in Kiel und ehemaliger Direktor des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, ist für seine vielfältigen Verdienste um die Polarforschung national wie international bekannt. Er wird im Gespräch mit Lutz Fritsch die wissenschaftliche Arbeit in der Arktis und Antarktis aus der Sicht des Expeditionsleiters beleuchten.

Vernissage am 17. August 2017 um 18 Uhr: Lutz Fritsch im Gespräch mit Prof. Dr. Jörn Thiede.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 Meere und Ozeane statt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Montag bis Donnerstag 9 bis 16 Uhr
Freitag 9 bis 13 Uhr

Eintritt frei