Veranstaltungsarchiv
Über das Meer: Von Seefahrern, Abenteurern und Entdeckern
Über das Meer reisten in den vergangenen Jahrhunderten zahlreiche Entdecker und Abenteurer, um neue Seewege und Welten zu erkunden. Welche Bedeutung hatte die Seefahrt für Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur in der Geschichte? Und welche Rolle spielte die Piraterie, die bis heute die internationale Seefahrt vor große Herausforderungen stellt?
Handel, Eroberungen und Neugier: Über das Meer reisten in den vergangenen Jahrhunderten zahlreiche Entdecker und Abenteurer, um neue Seewege und Welten zu erkunden. Welche Bedeutung hatte die Seefahrt für Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur in der Geschichte? Und welche Rolle spielte die Piraterie, die bis heute die internationale Seefahrt vor große Herausforderungen stellt? Diese Themen diskutieren bei der Veranstaltung „Über das Meer: Von Seefahrern, Abenteurern und Entdeckern“ Mitglieder aus den Akademien mit weiteren Expertinnen und Experten der Seefahrt am 4. April 2017 ab 17 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Über das Meer reisten legendäre Abenteurer und Entdecker wie Christoph Kolumbus, James Cook, Ferdinand Magellan oder Vasco da Gama auf der Suche nach unbekannten Kontinenten und neuen Handelspartnern. Auf die spannende Geschichte der Erkundung der „Neuen Welt“ wird der Mediävist Prof. Dr. Jürgen Sarnowsky in seinem einführenden Vortrag eingehen. Die Seefahrt beförderte aber nicht nur den Handel, sondern begünstigte auch den Austausch von Ideen, Kulturen und Vorstellungen von Recht und Moral. Hafenstädte waren „Tore zur Welt“, denn sie bestimmten als Umschlagplatz in ihrer Region oft das ökonomische, politische und kulturelle Leben. Welche Auswirkungen hatte die Erkundung der Meere und Ozeane auf Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur? Dieses Thema beleuchten der Althistoriker Prof. Dr. Martin Zimmermann und Prof. Dr. Michael North, Professor für Neuere Geschichte, in dem Panel „Seefahrt – Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur“.
Von der Antike bis zur Frühen Neuzeit galten Piraten als „Schrecken der Meere“. Und auch heute stellt die moderne Piraterie die internationale Seefahrt u. a. in den Seegebieten vor Westafrika oder der Ostküste Somalias vor große Herausforderungen. Wie hat sich das Bild des Piraten über die Epochen hinweg gewandelt? Welche Bedeutung hatte die Piraterie im Wirtschafts- und Rechtsraum Meer? Und welche internationalen Maßnahmen zur Sicherung der Seefahrt können heute getroffen werden? Diese Fragen diskutieren der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Jäger, der Historiker Prof. Dr. Michael Kempe, der Seerechtler Prof. Dr. Marian Paschke sowie Dr. Patricia Schneider, wissenschaftliche Referentin am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg, in der Podiumsdiskussion „Piraterie - Von der Antike bis zur Gegenwart“. Die Gesamtveranstaltung moderiert die Wissenschaftsjournalistin Bettina Mittelstraß.
Zwei künstlerische Performances von Schauspielstudierenden der Universität der Künste Berlin umrahmen das Programm. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane statt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Über das Meer: Von Seefahrern, Abenteurern und Entdeckern
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